Den Dinosaurier unter den Riesen will jetzt ein Team nach Südniedersachsen holen, das momentan um den Aufstieg in die 1. Kreisklasse B kämpft: Der ESV Rot-Weiß Göttingen tritt aller Voraussicht am Sonntag, 8. August, gegen den Hamburger SV an, einziger Klub, der seit Bestehen der Bundesliga 1963 immer im deutschen „Oberhaus“ agiert hat und sich deshalb „Bundesliga-Dino“ nennt. Die Verhandlungen sind kurz vor dem Abschluss, wie der ESV-Vorsitzende Marco Kräußlein gestern auf Tageblatt-Nachfrage bestätigte.
„Ich hoffe, dass Ende der Woche alles in trockenen Tüchern ist“, sagte Kräußlein. Eigentlich hatten er und seine Kollegen vom Vorstand des Eisenbahner-Klubs am 8. August gemeinsam mit dem angrenzenden Restaurant Schnitzelparadies lediglich einen Familientag veranstalten wollen. Fünf Bands sollen auftreten, Unterhaltung für die ganze Familie wird geboten.
Dann sei Eventmanager Carsten Simmert mit einer verblüffenden Offerte auf ihn zugetreten – eine Partie gegen den Hamburger SV mit Stars wie van Nistelrooy, Ze Roberto – und das kostenlos. Der HSV sei pro Jahr rund zehnmal zum Nulltarif zu haben, eine Möglichkeit, die der ESV Rot-Weiß nutzen möchte.
Nun kommen beim Familientag voraussichtlich auch die heimischen Fußballfans auf ihre Kosten, vor allem natürlich die HSV-Anhänger. Im Gespräch ist noch der 7. August, „zu 90 Prozent“ findet die Partie laut Kräußlein jedoch einen Tag später statt – wenn es denn mit dem Vertrag klappt. Ob der ESV-Platz an der Grätzelstraße dem zu erwartenden Zuschaueransturm gewachsen ist, steht auf einem ganz anderen Blatt...
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