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Fußball-Bezirksliga

Furiose Aufholjagd wird belohnt


Mit 4:0 bei SVG Einbeck hat der FC Grone seine Spitzenposition ausgebaut. Nach furioser Aufholjagd gewann Landolfshausen 4:2 gegen Petershütte II. Endlich wieder ein Erfolgserlebnis feierte der TSV Bremke/Ischenrode mit 2:0 in Denkershausen. Einen weiteren Rückschlag erlebte der SCW, der 0:2 in Bad Gandersheim verlor.

TSV Landolfshausen - Tuspo Petershütte II 4:2 (1:2). Schlecht gespielt und doch spektakulär gewonnen: 0:2 lag der TSV Landolfshausen im Heimspiel der Fußball-Bezirksliga gegen Tuspo Petershütte II zurück, um dann noch einen 4:2 (1:2)-Sieg einzufahren. Doch trotz der furiosen Aufholjagd war die Landolfshäuser Leistung alles andere als berauschend. Gegen den schwachen Tabellenletzten hätte die Elf von Walter Saueressig, der den urlaubenden Ingo Müller an der Seitenlinie vertrat, niemals so arg in Bedrängnis kommen dürfen.

Wer weiß, wie die Begegnung ausgegangen wäre, wenn Moritz Jünemann im direkten Anschluss an das 0:2 nicht der Anschlusstreffer gelungen wäre. So aber gingen die Gastgeber mit einem nur knappen Rückstand in die Pause, und Saueressig konnte seine Mannen – die bis dahin reichlich pomadig aufgetreten waren – noch einmal richtig heiß machen. Darüber hinaus stellte der 42-Jährige, im „Hauptberuf“ Trainer der zweiten Mannschaft, das System auf 4-4-2 um, und prompt entwickelte der TSV mehr Druck.

Diesem Druck waren die Gäste, die nur Kreisliga-Format hatten und dennoch die ersten 35 Minuten das bessere Team waren, nicht gewachsen. Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit konnten sie noch mithalten, doch dann verlagerte sich das Spiel zusehends in ihre Hälfte und das überlegene spielerische Vermögen sowie die besseren individuellen Fähigkeiten der Gastgeber setzten sich durch. Am Ende konnte Saueressig es sich sogar leisten, sich selber einzuwechseln. Einen Spieler des Jahrgangs 1969 sieht man in der Bezirksliga auch nicht alle Tage.

TSV: Rudolph – Eschholz, Koch, L. Tups, Weidenbach, Kreitz, P. Tups, Zöpfgen, M. Jünemann (87. Saueressig), M. Kaufmann (46. Eickschen), Junge (81. Spiess). – Tore: 0:1 Rabe (28.), steht auf der linken Seite frei und tunnelt den herausstürzenden Rudolph; 0:2 Cepin (35.), schiebt den Ball nach schöner Kombination aus drei Metern freistehend ins leere Tore; 1:2 Jünemann (36.), trifft nach Junge-Vorlage aus zwölf Metern flach ins lange Eck; 2:2 Junge (63.), staubt aus kurzer Entfernung ab; 3:2 Weidenbach (66.), jagt das Leder aus 14 Metern von rechts ins lange Eck; 4:2 Jünemann (70.), donnert die Kugel von der Strafraumgrenze unhaltbar unter die Latte.

Germania Breitenberg – SC Hainberg 2:1 (2:0). Die Hainberger fühlten sich vom Schiedsrichtergespann ein wenig verschaukelt. „In der ersten Halbzeit haben wir nach einem Foul an Hühold im gegnerischen Strafraum nur einen Freistoß bekommen, und in der Nachspielzeit hat die Assistentin bei einem völlig regulären Treffer von Kapelle auf abseits entschieden“, beklagte Abteilungsleiter Jörg Lohse. Bis dahin hatte Kühne Breitenberg mit einem Doppelschlag 2:0 in Führung gebracht und Rieck den Anschlusstreffer erzielt. „Allerdings hatten wir noch sechs glasklare Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden“, fügte Lohse hinzu.
Hainberg: Deggim – Kapelle, Schulte, Esseling, Dannenberg – Hühold, Rieck, Walter, Maas (69. Dösereck) – Tücin, von Werder. – Tore: 1:0/2:0 Kühne (12./21.), 2:1 Rieck (58.).
SVG Einbeck – FC Grone 0:4 (0:3). „So hoch hatten wir den Sieg nicht erwartet“, gestand Grones Trainer Goran Andjelkovic, schob aber sogleich ein Kompliment an die Gastgeber nach: „Hut ab vor den Einbeckern. Sie haben bis zum Abpfiff gekämpft. Das Spiel hätte auch 6:5 ausgehen können.“ Dass Grone keinen Gegentreffer hinnehmen musste, habe er in erster Linie Torhüter Florian Borrs zu verdanken. „Er hat unglaublich gehalten. Gegen ihn hätte Einbeck heute auch in fünf Stunden kein Tor geschossen“, schwärmte Andjelkovic.
Grone: Borrs – Mansoor, Hillebrecht, Erkan Beyazit, Keil – Ercan Beyazit (86. Sidorenko), Karanovic, Leuze, M. Meyer – El Eid, Moisidis (55. Huck). – Tore: 1:0 Meyer (16.), 2:0 El Eid (20.), 3:0 Meyer (37.), 4:0 Moisidis (50.).
SG Denkershausen/L. – TSV Bremke/Ischenrode 0:2 (0:1). Bremke habe die Strategie des gestern verantwortlichen Co-Trainers Thorsten König hervorragend umgesetzt: sicher in der Defensive und kompakt im Mittelfeld, lobte Abteilungsleiter Dieter Königsmann. „Und unsere Notlösungen im Sturm, Wille und Wittkowski, haben gerackert und gekämpft.“ Einziger Wermutstropfen war die umstrittene rote Karte gegen Linne wegen Nachtretens (86.).
TSV: D. Kobold – Beushausen, Linne, Wendhausen – Aschenbrandt, Dierks, Büermann, Hottenrott (66. Kaplan), Wettig – Wille (58. Evers), Wittkowski 88. F. Kobold). – Tore: 0:1 Wille (17.), 0:2 Hottenrott (65.).
GW Bad Gandersheim – SCW 2:0 (0:0). Co-Trainer Detlev Siepmann ging mit seinen Spielern hart ins Gericht: „Eigentlich wollten wir uns für die Niederlage gegen Gimte rehabilitieren. Das ist aber gründlich schief gegangen. Die Mannschaft hat kaum etwas von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Sie hat den Kampf nicht angenommen und deshalb verdient verloren.“
SCW: Schwörer – Garve, Rohwedder (70. Meier), König, Wieland – Bridniok, Trenczek, Richter (61. Baumgartner), Bianco, Pömper – Blum. – Tore: 1:0 Bruno (48.), 2:0 Hartmann (54.).

Von Michael Geisendorf
und Hauke Rudolph

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