Die Mannschaft des Trainerduos Heiko Bause/Esmir Muratovic hat sich damit auf der Zielgeraden die Spitzenposition zurückerobert und den Titel quasi in letzter Minute gesichert. Ein außerordentlich erfolgreiches Jahr für den Verein vom Greitweg, denn schon das Frauenteam hatte sich im Mai die Meisterschaft in der Oststaffel der Oberliga geholt und den Regionalliga-Aufstieg im Entscheidungsspiel in Barsinghausen nur knapp verfehlt.
Ein glücklicher Sparta-Trainer Heiko Bause schickte gestern Abend noch einen „riesengroßen Dank an Bremke“. Er sei skeptisch gewesen, ob der TSV tatsächlich die Breitenberger schlagen könne. „Ich muss denen ein Kompliment machen, dass sie sich tatsächlich bis zum Schluss so reingekniet haben“, sagte der Trainer in Richtung des Tabellendritten. Das Gerücht, Sparta würde bei einem Bremker Heimsieg einen vierstelligen Betrag überweisen, tat Bause als „Quatsch“ ab. „Wir bekommen noch ein 50-Liter-Fass Bier, das geben wir gern weiter.“
Den deutlichen Auswärtssieg beim Aufsteiger SG Denkershausen/Lagershausen bezeichnete Bause als „schmeichelhaftes Ergebnis für die SG“. Es hätten noch mehr Treffer als die von Zackenfels (2) und Podolczak (2) fallen können. Über die Zwischenstände beim Breitenberger Spiel war das Sparta-Trainerduo immer informiert. „Ich hatte laufend Handy-Kontakt. Es waren Spartaner da, die mich die ganze Zeit auf dem Laufenden gehalten haben.“
In die Feierlaune Bauses, dessen Stimme gegen 19 Uhr gestern Abend schon mächtig gelitten hatte, mischte sich auch ein wenig Wehmut. „Ich hatte mit Esmir zwei wunderschöne, erfolgreiche Jahre und bedauere es sehr, dass wir in der kommenden Saison nicht mehr zusammen arbeiten.“ Muratovic übernimmt dann das Traineramt beim Kreisligisten SV Groß Ellershausen/Hetjershausen, bleibt aber A-Junioren-Coach am Greitweg.
Bevor die Mannschaft gestern Abend zur Vereinsanlage am Greitweg gefahren ist, hat sie noch einen kleinen Abstecher in die Innenstadt gemacht. „Wir haben den großen Bus am Alten Rathaus stehen gelassen und sind zum Gänseliesel gegangen. Und dann haben wir es geküsst. Das gehört sich doch wohl so“, sagte Bause.
Gratulation kam auch vom Frauen-Trainer Marko Weiss: „Super, zwei Meistertitel für einen Verein. Das gibt es selten.“ Zur Dramatik zum Saisonfinale hatte er auch einen Satz: „Ich kenne Bremke noch aus meiner aktiven Zeit beim RSV Geismar. Die sind zu Hause eine Bank, deshalb hatte ich auch Hoffnung, dass Breitenberg dort verliert.“
Die Sparta-Vorsitzende Monika Meyer hat der Mannschaft gestern mit vielen anderen Vereinsmitgliedern einen tollen Empfang am Vereinshaus bereitet. „Das ist eine tolle Leistung, sie haben die Nerven behalten. Wir feiern jetzt kräftig. Es wird gegrillt und im Garten steht ein Pool.“ Der sei aber mit Wasser und nicht mit Bier gefüllt. „Das sollen sie lieber trinken“, so die Vorsitzende.
Spitzenreiter entthront
Der TSV Bremke/Ischenrode ist mit seinem 3:1 (0:1)-Heimsieg gegen den als Tabellenführer angereisten SV Breitenberg im Titelkampf der Fußball-Bezirksliga zum Zünglein an der Waage geworden. Enttäuscht waren die Breitenberger nach dem Abpfiff, hatten sie sich die Niederlage doch selbst zuzuschreiben. Denn nach der 1:0-Führung durch Krukenberg (12.) ruhten sie sich auf dem knappen Vorsprung aus.
Die Bremker setzten alles daran, um die Saisonabschlussparty als Aufsteiger so richtig genießen zu können. „Wir wären auch zufrieden gewesen, wenn wir nicht gewonnen hätten, denn wir haben als Aufsteiger eine super Saison gespielt“, so Bremkes Betreuer Bernd Lahrsow. Als Absteiger den sofortigen Wiederaufstieg zu feiern, diese Chance besaßen die Breitenberger durchaus. „Nach dem 1:0 haben wir das Fußballspielen eingestellt“, konnte sich SV.-Trainer Tobias Dietrich nur mühsam beherrschen. Die Bremker dominierten in der zweiten Hälfte. Es schien, als würden die Platzherren um den Titel spielen und nicht nur darum, eine gute Saison mit einem Sieg zu krönen.
TSV: Thielert (62. Dwenger) – Kommisin – Linne, Beushausen (46. Wittkowski) – Kobold, Kaplan, Wille, Melzer, Wettig (62. Hänfling) – Denecke, Evers. – Tore: 0:1 Krukenberg (12.), 1:1 Evers (71.), 2:1 Wittkowski (74.), 3:1 Hänfling (88.).
vw
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