Göttingen. Alle 16 Kreisligateams waren der Einladung in die IGS-Sporthalle in Geismar gefolgt, schließlich handelte es sich ja auch um eine Pflichtveranstaltung. Der SV Seeburg hatte aufgrund eines Trauerfalls in der Familie eines Spielers eine zumeist aus A-Junioren bestehende Mannschaft aufgeboten, die jedoch stark auftrumpfte, sich für die Zwischenrunde qualifizieren konnte und dort mit vier Punkten aus drei Spielen nur ganz knapp den Halbfinaleinzug verpasste.
Die Vorrunde wurde am Sonnabend in vier Vierergruppen ausgetragen, von denen sich acht Teams für die sonntägliche Zwischenrunde qualifizierten. Auch hier wurde in Vierergruppen gespielt. In Gruppe eins setzte sich Lindenberg/Adelebsen klar mit neun Punkten vor dem TSV Groß-Schneen durch, die ausgeglichene Gruppe zwei gewann Hagenberg mit fünf Punkten aufgrund des besseren Torverhältnisses vor Groß Ellershausen.
Im ersten Halbfinale behielt Hagenberg gegen Groß Schneen klar mit 6:2 die Oberhand, wobei Grün-Weiß-Akteur Frank Dietrich sein Team durch einen mit dem Hinterteil erzielten Treffer auf die Siegesstraße brachte. Spannender verlief die zweite Begegnung: 3:3 hieß es nach Ablauf der 15 Minuten zwischen Groß Ellershausen und Lindenberg/Adelebsen (trat ohne Spielertrainer Björn Nolte an, der im Urlaub war). Im Neunmeterschießen erwies sich der Punktrunden-Tabellenführer dann als überlegen, traf bei zwei gegnerischen Fehlversuchen zweimal und zog ins Endspiel ein.
Nachdem im Spiel um den dritten Platz Adelebsen durch zwei späte Treffer Groß Schneen mit 2:1 bezwungen hatte, standen sich im Finale Hagenberg und Groß Ellershausen gegenüber. Viel riskierten beide nicht, lauerten stattdessen auf einen gegnerischen Fehler. Dieser passierte nicht, also blieb es bis zum Abpfiff beim 0:0.
Im Neunmeterschießen erwies sich die SG dann als das bessere Team. SV-Spielertrainer Esmir Muratovic legte sich den Ball zunächst etwa zwei Meter zu nah am Tor zurecht und geriet durch das Einschreiten des Unparteiischen offenbar so sehr aus dem Konzept, dass er zwar platziert schießen konnte, allerdings nicht hart genug, um den Torhüter zu bezwingen. Hagenbergs Schützen dagegen trafen alle, und so gewann die SG das Finale mit 3:1.
„Es wurde hart gespielt, aber alles blieb im Rahmen“, lautete das Fazit von Schiri Sven Begas. Und Kreisspielleiter Alfred Bonenberger resümierte, dass das vom engagierten Carsten Jahns geleitete Turnier angesichts von „insgesamt 300 Zuschauern“ ein Erfolg gewesen sei. Er kündigte an, dass es nächstes Jahr definitiv wieder stattfinden werde.
Von Hauke Rudolph
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