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Sporteln

Noah: „Ich würde hier auch allein herkommen“


Kraftvoll hangelt Lasse Bode sich die Sprossen der quergelegten Leiter entlang. Am Ende scheint dem Siebenjährigen dann doch etwas die Luft auszugehen, aber mit einer letzten Kraftanstrengung schafft er es bis zum Ende. Mit einem lauten Juchzer schwingt er sich in die Röhre und kommt am Ende mit strahlenden Augen wieder zum Vorschein – nur, um sich erneut in die lange Schlange vor dem Parcour einzureihen.

Kraftakt: Finja hangelt sich an der quergelegten Leiter entlang.

© Theodoro da Silva

Göttingen. Lasse war nur eines von weit mehr als 200 Kindern, die am Sonntag in der Turnhalle des Theodor-Heuss-Gymnasiums an der von Waspo 08 organisierten „Sporteln“-Veranstaltung teilnahmen. Achtmal veranstaltet ein Team von Mitgliedern der Wassersportvereinigung unter Leitung von Rolf und Birgit Nietzold in den Wintermonaten die Sport- und Spielveranstaltung für Kinder im Alter zwischen zwei und zehn. Ziel ist es, den Jungen und Mädchen die Gelegenheit zu geben, „Bewegung im Elementarbereich“ auszuüben und sich auszutoben, erläutert Rolf Nietzold. Schließlich gebe es heute „fast überall Straßen“; die Möglichkeit zu laufen, klettern, toben und spielen, sei für Kinder immer weniger vorhanden.

Aus diversen Turngeräten bauen das Ehepaar Nietzold und zehn weitere Waspo-Mitglieder am Sonnabendabend vor der jeweiligen sonntäglichen Veranstaltung die Spiel- und Sportstationen auf. Rund eineinhalb Stunden benötigen sie. „Der Abbau geht immer schneller, nicht zuletzt, weil viele Kinder und Eltern anpacken und mithelfen“, berichtet Nietzold. Als Ideengeber dienen ihnen eine DVD des Landessportbundes, ein paar Bücher, sowie die eigene Kreativität. Auch dieses Mal hatten sie wieder tolle Einfälle, was die Begeisterung, mit der die Kinder bei der Sache waren, deutlich zeigte.

„Ich würde hier auch alleine, ohne meinen Vater, herkommen“, versichert der neunjährige Noah. Tom Stojanovic ist dann aber doch dabei, desweiteren der fünfjährige Eliah. Der hatte keine Zeit, sich mit der Presse zu unterhalten. „Ich muss jetzt wippen“, sagte er und lehnte die Interview-Anfrage ab. Mit seinen drei Jahren noch etwas zu jung, um ein Statement abzugeben, ist Jan-Luka. Aber nicht zu jung, um ganz allein durch einen aus Matten gebildeten dunklen Tunnel zu kriechen. „Solche Übungen sind gut für die motorische Entwicklung“, findet Mutter Jessica, „außerdem bietet die Veranstaltung den Kindern die Möglichkeit, untereinander Kontakte zu knüpfen.“

Noch an zwei Sonntagen wird Sporteln in dieser Saison ausgerichtet: am 11. März, und 1. April, jeweils von 10 bis 13 Uhr in der THG-Halle.

Von Hauke Rudolph

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