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22. Göttinger Altstadtlauf

Reichert stellt Jürgen Kerls Serienrekord ein


Florian Reichert hat es tatsächlich geschafft. Der für den TSV Kirchdorf startende Göttinger Langstreckler gewann beim Göttinger Altstadtlauf zum vierten Mal in Folge das Hauptrennen um den Novelis-Cup und stellte damit den Rekord von Jürgen Kerl ein, der Ende der 90er-Jahre ebenso oft gesiegt hatte.

Massenstart: Rund 400 Athleten machen sich im Hauptrennen auf den Weg zum 10          450 Meter entfernten Ziel.

© Theodoro da Silva

Reichert brauchte für die 10     450 Meter 33:57 Minuten und ließ damit Sebastian Hanelt von Ausrichter LG Göttingen hinter sich, der wie im Vorjahr Zweiter wurde. Als Dritter lief dessen Vereinskamerad Knut Höhler ins Ziel. Bei den Frauen setzte sich die Vorjahresdritte Coline Ricard gegen Kathrin Cronjäger (beide LGG) und Sana Almstedt (ASFM Göttingen) durch.

Für Festtagsstimmung sorgten schon vor dem ersten Lauf die im Start- und Zielbereich vor dem Alten Rathaus dicht gedrängt stehenden Zuschauer, animiert von Moderator Andreas Lindemeier, der Aktive und Schaulustige mit seinen lockeren Sprüchen bei Laune hielt. „In Höhe des Altdeutschen müsst ihr versuchen gut auszusehen, da sitzen die schärfsten Kritiker“, empfahl er den Läufern. Die Zuschauerreihen lichteten sich indes merklich, je näher die Fernsehübertragung von der Fußball-Weltmeisterschaft rückte.
Den ersten Siedepunkt erreichte die Stimmung, als mehr als 400 hoch motivierte Kinder – so viel wie noch nie bei der Tradionsveranstaltung – auf die 700-Meter-Strecke des Youngsterlaufs gingen, und steigerte sich hörbar, als beim Schnupperlauf der 15-jährige Julius Lembcke (LGG) von Beginn an hohes Tempo ging und nach 1800 Meter in 5:40,9 Minuten mit mehreren 100 Metern Vorsprung die Ziellinie überquerte. „Ich war nicht überrascht, dass ich gewonnen habe, hätte aber nicht gedacht, dass mein Vorsprung so groß sein würde“, kommentierte Lembcke den ersten Sieg bei seiner vierten Altstadtlauf-Teilnahme. Der Göttinger gehört zu den besten Mittelstrecklern seiner Altersklasse in Niedersachsen, war allerdings erst vor einer Woche bei den Landesmeisterschaften mit Kreislaufkollaps in die Klinik eingeliefert worden.

Mit seiner Zeit trug Lembcke wesentlich dazu bei, dass das Team I des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) in 18:06 Minuten den Schülercup in der älteren Klasse vor OHG II und Felix-Klein-Gymnasium (FKG) gewann. Bei den Jüngeren setzte sich FKG I (20:54) gegen OHG I und Heinrich-Heine-Schule durch.

Einen Start-Ziel-Sieg gab es auch beim Rennen um den Tageblatt-Firmencup. Tobias Hald bewältigte die 5260 Meter in starken 17:40 Minuten mit 400 Metern Vorsprung und zeichnete in erster Linie dafür verantwortlich, dass das Team der Sparkasse Göttingen die Trophäe von Tageblatt-Geschäftsführer Günter Giffels, der selbst mitgelaufen war, in Empfang nehmen durfte und Vorjahressieger Novelis I sowie das Team des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf die Plätze verwies. „Ich habe ein Jahr lang intensiv trainiert – allerdings vor allem für Triathlon“, erzählte Hald. „Ich werde zwar auch Leichtathletik-Wettkämpfe für die LGG bestreiten, mein Schwerpunkt liegt aber nach wie vor beim Triathlon“, stellte der FKG-Schüler klar.

Einen Doppelsieg bei Männern und Frauen feierte die LGG im zweiten Mittelstreckenlauf. Der Vorjahresdritte Jasper Cirkel sprintete nach 5260 Metern vor Paul-Lennart Kruse und Patrick Pavel (Eintracht Wolfshagen) über die Ziellinie. Bei den Frauen triumphierte Tanja Hupfeld vor Anke von Gaza und der erst 13 Jahre alten Ida-Sophie Hegemann von der LG Eichsfeld.

Von Michael Geisendorf und Gerd Brunken

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  • @ Aussenseiter Innenstädter – 23.06.10
    Genau dieses Verhalten verachte ich!

    Ich bin ja wohl für das Altstadtfest mit allem was dazu gehört.

    Aber wohl auch gegen scheinheiliges Getue dieser Stadtverwaltung.
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  • Innenstadt Aussenseiter – 23.06.10
    Ganz einfach: Klagen! Hilft immer (siehe Altstadtfest)!

    Oder an den Kiessee ziehen!
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  • Unverständnis Innenstädter – 23.06.10
    Kann mir mal jemand bitte sagen wozu solch ein Polizeiaufgebot nötig war?

    Diese Truppen könnt Ihr mal gerne mitten in der Nacht durch die Straßen schicken, wenn die betrunkenen Idioten wieder Scheiben einschlagen und rumurinieren.

    Was mich noch mehr ankotzt ist, dass ich mit meinem PKW nichtmal nach Feierabend nach Hause fahren durfte. Wann kapiert diese Stadt endlich mal, dass in der Innenstadt auch Leute leben???

    Die Stadt stellt uns so beschissene Spielgeräte vor die Haustür, dass man Nachts nicht mehr schlafen kann weil die bekifften Idioten sich infantil benehmen müssen.

    Lauft doch das nächste mal um den Kiessee.
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  • Altstadtlauf Dido – 23.06.10
    In was für einer Stadt leben wir eigentlich?
    Unser Nachhauseweg vom Altstadtlauf führte uns durch die Theaterstraße über die Jüdenstraße. Dort trafen wir auf ca. 50 oder mehr martialisch gekleidete PolizistInnen. Neben Beinschützern,Helmen und schussfesten Westen waren sie mit Schlagstöcken, Pistolen, Handschellen und Stadtplänen ausgerüstet. Sie umzingelten eine kleine Gruppe junger Leute, die schwarz gekleidet waren und sich in ein weißes Transparent hüllten. Dieses "Vermummen" schien den ebenfalls schwarz gekleideten Beamten so gefährlich zu sein, dass sie mit vollem Einsatz für eine Enthüllung sorgten. Die ca. 20 jungen Leute zogen von dannen. Die mehr als 50 PolizistInnen setzten ihre Helme ab.
    In was für einer Stadt leben wir eigentlich?
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  • Altstadtlauf IHoepfner – 23.06.10
    Ja, vorm ADE sitzen oder vor dem Doenerladen Stumpfebiel - es war immer eine tolle Stimmung in der Innenstadt beim Altstadtlauf. Also vielen Dank (dem ehemaligen Waaker) fuer die vielen schoenen Bilder vom diesjaehrigen Lauf im internet - konnte ich doch einige bekannte Gesichter "erkennen" - noch lieber waer ich aber dabei gewesen.. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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