Göttingen. Besonders in Block- und Angriffssicherung schien das Team von Trainer Matthias Polkähn noch im Winterschlaf zu sein. Doch beim 19:21 legte Zuspieler Stephan Teumer eine Aufschlagserie bis zum 25:21 hin, und die Gegenangriffe des USC blockte Mittelangreifer Julian Hoffmann den Braunschweigern reihenweise vor die Füße.
Damit war der Knoten geplatzt. Nun dominierte der Gastgeber das Geschehen und verzückte seine Anhänger im zweiten Satz mit dem spektakulärsten Punkt des Spiels zum 12:6 für Göttingen. Nach guter Annahme zogen alle drei Göttinger Vorderangreifer ihre gegnerischen Blocker auf sich, Zuspieler Teumer bediente mustergültig Johannes Schönewolf. Und der prügelte den Ball aus dem Hinterfeld blockfrei auf fünf Meter ins gegnerische Feld, eine perfekt gespielte Hinterfeld-Kombination.
Da das junge Braunschweiger Team sich nie aufgab und nach Kräften Gegenwehr leistete bekam das Publikum nun einige großartige Ballwechsel zu sehen. Auch in Satz drei zeigten die beiden Teams noch etliche Highlights. Braunschweig glänzte durch eine engagierte Feldverteidigung, während Göttingen am Netz klar die Lufthoheit hatte. Diagonalangreifer Wenning rammte zum 4:1 einen harten Angriff auf zwei Meter in die gegnerische Dreimeterzone, und Stephan Teumer erzielte nach einer Zuspieler-Finte durch einen gelegten zweiten Ball das 22:14.
Der Sieg für die VSG/ASC war nach durchwachsenem Start hochverdient, die Spieler feierten den Erfolg danach mit den Zuschauern. „Meine Mannschaft hat ein Durchschnittsalter von unter 18 Jahren. Die Spieler verbessern sich zusehends, aber gegen die starken Göttinger war da heute noch nichts zu machen. Wir wollten einen Satz holen, das wäre uns im ersten Durchgang auch fast gelungen“, sagt Braunschweigs Trainer Torsten Galgonek. „Wir hatten einen schläfrigen Beginn. Doch nach meiner zweiten Auszeit hat das Team die richtige Antwort auf dem Feld gegeben. Danach haben wir das Spiel solide zu Ende gespielt. Besonders der Block war heute gut, aber auch da können wir uns noch weiter verbessern“, glaubt der Göttinger Coach Matthias Polkähn.
Von Peter König
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