Duderstadt. Die sportliche Rivalität zwischen den beiden Teams hat eine lange Geschichte, die Duelle waren meist hart umkämpft, in der Halle herrscht stets eine spezielle Atmosphäre. Am heutigen Sonnabend um 19.30 Uhr wird die Auseinandersetzung in der Gymnasiumhalle in Hann. Münden angepfiffen.
„Wir freuen uns auf das Derby“, beschreibt Jahn-Trainer Ekkehard Loest die Stimmung innerhalb seiner Mannschaft. Wobei er und seine Crew genau wissen, dass sie als krasser Außenseiter ins Spiel gehen. „Münden ist haushoher Favorit, ist wirtschaftlich ganz anders aufgestellt als wir“, gibt sich der Coach realistisch. Allerdings ist es schon so, dass die Mündener, trotz einer sehr gut besetzten Truppe, das angestrebte Ziel, nämlich in den oberen Regionen zu landen, bislang auch noch nicht erreicht hat. Gleiches gilt allerdings ebenfalls für die Eichsfelder, die den Klassenverbleib erreichen möchten. „Dieses Ziel haben wir noch nicht erreicht“, macht sich der Duderstädter Coach ebenfalls nichts vor.
Er fährt heute keineswegs in die Drei-Flüsse-Stadt, um dort die Punkte abzuliefern. „Wir wollen zeigen, dass wir dort bestehen können. Eigentlich müssten die uns von ihren personellen Möglichkeiten her klar beherrschen können. Aber, wenn wir vielleicht ein bisschen Glück haben, dann haben wir vielleicht eine Chance, denn die Mannschaft und ich wollen uns dort unbedingt gut verkaufen“, so Loest. Der Sportliche Leiter ist guten Mutes, dieses Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, denn die Mannschaft hat in der Woche gut trainiert, brennt auf den sportlichen Vergleich.
Etwas mit „angezogener Handbremse“ muss allerdings Nerijus Kesilis agieren. Der Kreisläufer verletzte sich im Training am Knie. Gestern wäre an einen Einsatz noch nicht zu denken gewesen. „Man muss abwarten, aber wir hoffen, dass er zumindest phasenweise spielen kann“, berichtete Ekkehard Loest. Berufsbedingt nicht trainieren konnte Mittelmann Chris Meiser, der aber in seinem ersten Derby gegen Münden dennoch sein ganzes Können abrufen will. Weiter Fortschritte macht Mark Tetzlaff, der an den Übungsabenden einen sehr guten Eindruck bei den Verantwortlichen hinterließ. Ein Wiedersehen wird es für die Duderstädter Spieler dann heute auch mit ihrem ehemaligen Mannschaftskameraden Dennis Knudsen geben. Waren seine Torjägerqualitäten bei den Eichsfeldern gern gesehen, hätte Ekkehard Loest nichts dagegen „wenn Knudsen nicht so viele Tore wirft“.
Vor allem wollen die Duderstädter versuchen, die relativ durchschnittliche Leistung aus dem Hinspiel, als sie vor eigenem Publikum mit 25:31 unterlagen, vergessen zu machen. „Wir versuchen, unser Bestes zu geben“, verspricht er. Die zahlreichen Fans, die mit nach Münden reisen, würden es dem Team danken.
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