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Basketball-Eurochallenge

BG Göttingen schlägt Krasnye Krylia Samara 89:68


Die Göttinger Basketballer sind moentan offenbar von keinem Gegner zu stoppen. Im gestrigen Euro-Challenge-Zwischenrundenmatch überrannten sie dank einem irrwitzigen Schlussspurt das völlig überforderte russische Spitzenteam Krasnyie Krylia Samara vor 2409 restlos begeisterten Zuschauern in der Lokhalle mit 89:68 (66;54, 42:39, 25:16). Damit hat die BG den direkten Vergleich gegen die bis dahin punktgleichen Russen klar für sich entscheiden und stehen schon vor dem letzten Spieltag am nächsten Dienstag, 9. März, in s‘Hertogenbosch als Gruppensieger fest.

Im zweiten Spiel der Gruppe I gewann Eiffeltowers Den Bosch zu Hause gegen Proteas EKA AEL aus Zypern mit 91:79, ist aber dennoch aus dem Rennen, da Samara im direkten Vergleich die Nase vorn hat und als Zweiter ins Viertelfinale einzieht. Dort treffen die Veilchen am 23. und 25. März – sowie im eventuellen dritten Spiel am 31. März – auf den Zweiten der Gruppe J. Die Entscheidung fällt hier am letzten Spieltag, da BC FMP Belgrad, Quakenbrück (100:92 in Liege) und KK Zagreb mit acht Punkten gleichauf liegen.
Gegen die ohne ihren Spielmacher JR Bremer angetretenen Russen mussten sich die Göttinger eine Halbzeit lang mächtig abstrampeln, um den Gegner auf Distanz zu halten. Angeführt von Kapitän John Little mit zehn Punkten (zwei Dreier) bis zur Pause, behaupteten die Hausherren zwar ab der dritten Minute stets einen Vorsprung (27.16; 11.). Doch der schmolz im zweiten Viertel bis auf 41:39 (20.), da Samara ebenso aggressiv verteidigte wie die BG, deren Tempo mitging, den Defensiv-Rebound klar beherrschte und mit NBA-Legionär Marcus Douthit einen ebenso kraftvollen wie wendigen Center besitzt, der von Jason Boone schwer zu stoppen war.
Das schaffte erst Chris Mc- Naughton nach der Pause, der Douthhit entschlossen und wirkungsvoll an die Leine legte. Zwar sprang Samaras Topscorer Luis Flores in die Bresche, doch dessen neun Punkte im dritten Viertel verpufften, da nun BG-Wirbelwind Taylor Rochestie seine große Show startete. Nach zwei Punkten in der ersten Halbzeit veranstaltete er ein atemberaubendes Schützenfest vor allem von der Dreierlinie und markierte 20 Zähler nach der Pause. Ehe die Russen so recht wussten, was da über sie hinwegrollte, lagen sie mit 54:66 (30.) hinten. Doch erst im letzten Viertel lief Rochestie zu Höchstform auf, vernaschte Samaras Verteidigung nach Belieben und distanzierte den Gegner bis auf 85:60 (38.). Erst als BG-Coach John Patrick größtenteils seine zweite Garde aufs Parkett schickte, kamen die Gäste wieder etwas heran.
Samaras Trainer Mihailov Mihailov vermisste die ordnende Hand von JR Bremer und sah die Hauptgründe für die klare Niederlage in der „sehr guten Göttinger Defense und unseren vielen Ballverlusten“. Patrick sprach seinem Team vor allem für die Leistung in der zweiten Halbzeit einen Riesenkompliment aus und freute sich besonders über die Galavorstellung Taylor Rochesties. Michael Geisendorf

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