Eisbären Bremerhaven – MEG 88:85 (43:38). Patrick nahm die Niederlage nicht allzu tragisch. „Natürlich hätten wir auch dieses Spiel gerne gewonnen. Immerhin haben wir den Zuschauern ein aufregendes Match und einen tollen Kampf bis zum Schluss geboten“, strich er die positiven Aspekte heraus. 85 Punkte gegen ein starkes Eisbären-Team, das bereits einen Monat zusammen trainiert, sprächen für eine gute Offensiv-Leistung der Veilchen. „Dass wir 88 Gegenpunkte kassiert haben, zeigt, dass vor allem in der Defensive noch eine Menge zu tun ist.“
Nach einem 7:0-Blitzstart der Gäste bis zur dritten Minute stellten sich die Eisbären zunehmend besser auf die aggressive Verteidigung und die Schnellangriffe der MEG ein und gingen über 11:10 bis Anfang des zweiten Viertels mit 25:17 in Führung. Vor allem NBA-Routinier Rodney Buford, mit 20 Punkten Topscorer der Partie, bekamen die Veilchen nie richtig in den Griff. Die Überlegenheit der Eisbären unter den Körben konterten die Göttinger mit erfolgreichen Distanzwürfen. So brachte Cody Töpper sein Team mit zwei Dreiern in Folge bis Mitte des zweiten Viertels wieder auf 30:34 heran.
Selbst vom frühen Ausscheiden ihres Spielmachers Ben Jacobson nach zwei von den Schiedsrichtern als unsportlich gewerteten Fouls ließ sich die MEG nicht aus dem Konzept bringen. Mit einem 8:0-Lauf ging die Mannschaft mit 51:50 (24.) erstmals wieder in Führung, und bis zum Schluss blieb die Partie völlig offen. Aus dem kompakten MEG-Team ragten John Little als Topscorer (17), Taylor Rochestie als Passgeber (9 Assists) sowie Chris McNaughton und Chris Oliver als Rebounder (je 7) heraus.
MEG: Kulawick (3), Rochestie (9), McNaughton (4), Little (17), Jacobson (3), Frazier (6), Thomas (13), Boone (10), Oliver (6), Gieler, Finger (3), Töpper (11).
Bayern verlieren den Faden
MEG – Bayern München 87:63 (47:32). Gegen das Team aus der Pro-A reichte den Veilchen eine durchschnittliche Leistung zum ungefährdeten Erfolg. Vor 650 Zuschauern in der FKG-Halle erwischten die Gäste den besseren Start und führten nach drei Minuten mit 4:2, bevor Brandon Thomas das Kommando für MEG übernahm. Der Flügelspieler, der in der ersten Halbzeit 14 seiner 18 Punkte erzielte, drehte nun auf und brachte seine Mannschaft gegen Ende des ersten Viertels mit zwei Dreiern in Folge 21:14 in Front.
Im zweiten Viertel kamen die Bayern, die in Jabril Banks ihren besten Punktesammler hatten (14), zwar noch einmal auf 23:25 (12.) heran, verloren im weiteren Verlauf aber völlig den Faden und gerieten bis zur Pause schon deutlich ins Hintertreffen. Auch in der zweiten Halbzeit waren die Gäste chancenlos: Die Veilchen wirkten immer einen Schritt schneller, athletischer und konditionell stärker. Beim Spielstand von 63:39 (26.) war die Entscheidung bereits gefallen.
Neben dem in der Offensive überzeugenden Thomas punktete Chris Oliver als einziger MEG-Akteur noch zweistellig – Jason Boone überzeugte erneut am Brett und sammelte insgesamt sechs Rebounds in 14 Minuten Spielzeit. Headcoach John Patrick tat nach dem Spiel jedoch noch einige Schwachpunkte seiner Mannschaft auf: „Wir haben zwar phasenweise gut gespielt – uns fehlt jedoch noch die Konstanz“, so Patrick, der mit der Verteidigungsleistung seines Guards Ben Jacobson nicht einverstanden war. „Ben muss eindeutig besser verteidigen. Das heute war zu wenig“, kritisierte der Trainer seinen Aufbauspieler.
MEG: Kulawick (4), Rochestie (7), McNaughton (8), Little (3), Jacobson (9), Frazier (7), Thomas (18), Boone (6), Oliver (10), Gieler (4), Finger (5), Töpper (6).
Von Daniel Endres
und Michael Geisendorf
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