Die Veilchen, die im Duell mit dem Schlusslicht auf Center Michael Meeks und Topscorer Chris Oliver verzichten mussten, taten sich lange Zeit schwer und lagen vier Minuten vor Ende des dritten Viertels noch im Hintertreffen (42:44). Erst im Schlussviertel nutzten die Göttinger ihre physische Überlegenheit unter den Körben sowie ihre konditionellen Vorteile konsequent aus. Angefeuert von gut 400 lautstarken Veilchen-Fans, die für Heimspiel-Atmosphäre sorgten, übernahmen in den letzten zehn Minuten die stark aufspielenden Jason Boone und Dwayne Anderson die Verantwortung auf dem Parkett. Als Chester Frazier fünf Minuten vor Schluss mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf auf 61:51 erhöhte, war der Siegeswillen der Gastgeber gebrochen und die Entscheidung zu Gunsten der Göttinger gefallen. „Wir haben das Spiel am Ende am Brett und durch unsere Offensiv-Rebounds gewonnen, dennoch bin ich mit der Angriffsleistung unzufrieden. Wir haben viel zu egoistisch gespielt und schlechte Entscheidungen getroffen“, kritisierte Patrick seine Spieler trotz des Erfolges.
Beim Premieren-Sieg in Paderborn gab auch Veilchen-Neuzugang Antoine Jordan sein Debüt. Der 26-jährige US-Amerikaner, der als Point-Forward von der Position des Aufbauspielers bis hin zum Power-Forward universell einsetzbar ist, wurde am Sonnabendvormittag der Öffentlichkeit vorgestellt und bestritt bereits am Abend die ersten Minuten für sein neues Team (siehe Artikel unten). „Antoine ist ein intelligenter Spieler, der sehr aufmerksam zuhört und uns in der verbleibenden Saison mit Sicherheit weiterhelfen wird“, beschreibt Kotrainer Stefan Mienack seinen ersten Eindruck vom Neu-Veilchen. Bei seinem ersten Einsatz sah man dem 1,95-Meter großen Jordan in vier Minuten Spielzeit jedoch deutlich an, dass er erst seit 30 Stunden in Deutschland weilte – bei zwei Ballverlusten und einem verfehlten Mitteldistanzwurf setzte er keinerlei Akzente.
Von Daniel Endres
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