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Starting five

Positives Signal oder „schädliche Panikmache“


Überwiegend positiv werteten Förderer und Partner des Basketball-Erstliga-Lizenz-Inhabers Starting five GmbH (S5) das Sponsoren-Treffen am Dienstagabend im Freizeit In (Tageblatt berichtete). Obwohl mehrere bisherige Partner ihr Engagement nicht weiterführen oder überdenken und die S5 kurzfristig mehr als 200000 Euro benötigt, war die Stimmung optimistisch. Doch nicht bei allen.

„Ich bin zufrieden, weil eine Perspektive aufgezeigt worden ist und mit den veröffentlichten Zahlen auch Transparenz geschaffen wurde. Glücklich bin ich aber nicht, denn ich hätte mir gewünscht, dass Sponsoren spontan zur Entscheidung kommen, ihr Engagement zu intensivieren“, sagte Olaf Feuerstein. Der Geschäftsführer des Hotels Freizeit In ist Premium Sponsor des Erstligisten. 

Verbundenheit und Treue betonte Jörg Schmidt, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Namenssponsor MEG: „Wir sind hier auf den Zug aufgesprungen, wollten am Erfolg teilhaben und dabei helfen, ihn aufrecht zu erhalten. Wir haben gesehen: Hier in Göttingen, da geht was.“ Vorstandsreferentin Sylvia Könneker unterstrich: „Wir geben unseren Namen aus Leidenschaft  und wollen weiter sponsern.“

Michael Rappe, Direktion Vorstandsreferat und Kommunikation der Sparkasse Göttingen, betonte auf Nachfrage, dass die Sparkasse sich nicht zurückgezogen habe: „Nach mehreren Verhandlungsgesprächen haben wir der Starting five ein schriftliches Angebot vorgelegt und dieses auch erläutert. Das Angebot wurde von der Starting five bisher abgelehnt. Vielmehr wurden weitere Forderungen gestellt, auf die die Sparkasse Göttingen nicht eingehen konnte.“  S-5-Pressesprecher Björn-Lars Blank hofft, noch eine Einigung mit der  Sparkasse über eine Fortsetzung ihrer Unterstützung erzielen zu können. „Wir hoffen, dass wir die Gespräche wiederbeleben können.“

„Engagement verdoppelt“

Die S5 muss aber nicht nur um die Sparkasse bangen, gleich vier weitere Groß-Sponsoren wanken. Wie gut informierte Personen berichten, beendet Börner-Eisenacher sein Engagement ebenso wie Pema und Gassmann. Blank dementierte dies: „Wir sind noch in Gesprächen.“ Unstrittig ist das Ausscheiden von McClean. Der S5 droht also, dass die Hälfte der Top- und Premium-Sponsoren verloren gehen. 

Ein ungenügendes Zeugnis  stellte Lutz Renneberg (unter anderem WM-Quartier und Veranstalter des internationalen Fußball-A-Junioren-Turniers) aus. „Das sind gravierende Management-Fehler. Zum einen wurde ein utopischer Etat ohne Not aufgestellt, zum anderen viel zu spät mit Gesprächen begonnen. Die Lizenz ist ja augenscheinlich nicht in Gefahr, da der geforderte Mindest-Etat vorgelegt werden kann. Die von der Starting five betriebene Panikmache ist schädlich. Ich hoffe sehr, dass das Vertrauen in die kaufmännische Fähigkeit von  Sport-Managern nicht nachhaltig geschädigt wurde“, sagte Renneberg.  

In die Pflicht nimmt hingegen Lou Richter die Sponsoren. Der Moderator und Medienfachmann steht der S5 beratend zur Seite und meint: „Ich hätte mir gewünscht, dass die Sponsoren auf die S5 zugegangen wären und von ihren Problemen und Absichten berichtet hätte. Es wäre schade, wenn Göttingen den kleinen 1,7-Millionen-Euro-Etat nicht stemmen könnte. Bei Alba Berlin sitzen zwei Millionen Euro auf der Bank.“ Zwei, die zeigen, wie man unterstützen kann, sind Hartwig und Petra Gellert: „Wir haben unser finanzielles Engagement verdoppelt, indem wir zwei Partner mit zur S5 gebracht haben“, betont Hartwig Gellert. 

Von Mark Bambey 

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