Hilkerode.
Schütz war schon einmal Coach der 1. Herrenmannschaft des FC Hertha, für die er zuvor selbst aktiv am Ball gewesen war: Von 1987 bis 1989 fungierte der Hilkeröder als Teamchef, musste damals jedoch aus beruflichen Gründen abtreten. „Ich bin aber immer nah dran geblieben“, berichtet der 59-Jährige, der auch als Fan bei fast jedem Spiel dabei war. Im Laufe der Jahre habe die Mannschaft an personeller und spielerischer Qualität eingebüßt, bedauert Schütz, und in dieser Saison sei es nicht gelungen, den im vergangenen Sommer erfolgten gemeinsamen Abgang der Stammkräfte René Jung, Fabian Adam und Jan-Hendrik Diedrich zu kompensieren. Auch der langandauernde Ausfall des verletzten Thomas Schmidt stellt für Schütz einen herben Verlust dar. Allerdings hofft der Trainer in der Winterpause auf Verstärkungen.
Mit einem gezielten Vorbereitungsprogramm (ab dem 24. Januar) und voraussichtlich vier Testspielen will Schütz seine Jungs für die Rückrunde und den Abstiegskampf fit machen. „Ich will mit einem guten Training erreichen, dass jeder Spieler und damit die Mannschaft besser wird“, betont er.
Dass zum Spielerkader auch seine Söhne Stefan und Julian gehören, sieht Schütz senior im konkreten Fall nicht als Problem an. „Grundsätzlich ist so eine Konstellation nie glücklich“, räumt der Vater ein, baut aber darauf, dass er alle Akteure gut kennt. Überdies gebe es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Platz für Animositäten: „Jetzt geht es um den Verein“, bekräftigt Schütz.
Im Vereinsinteresse hatten zuvor auch Rainer Jung und Frank Hundeshagen gehandelt. Sie waren zu Saisonbeginn als Chef- und Co-Trainer ausgeschieden, nach der Trennung von Coach Guido Lindner aber wieder eingesprungen. Das alte Duo habe das Mannschaftsgefüge stabilisiert und für eine Leistungssteigerung gesorgt, lobt Hertha-Pressewart Hans-Joachim Jäkel. Unter der Regie von Schütz, glaubt er, werde die Elf nun den Abstiegskampf bestehen.
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