Duderstadt. Ebenso dabei sind der RSV Geismar I und der SCW Göttingen. „Ich hatte schon die Hoffnung, weil das ein starker Jahrgang ist. Die Mädels haben das klasse gemacht“, lobte die Trainerin nach dem 4:0-Derbysieg gegen den TSV Nesselröden, der das Weiterkommen besiegelte. Etwas Pech hatte dagegen der TSV, der mit nur einem Punkt weniger als der Lokalrivale auf Rang fünf landete. „Schade, es wäre schön gewesen, wenn wir das Weiterkommen geschafft hätten“, bedauerte Nesselrödens Trainer Werner Kuchenbuch, war aber trotzdem stolz auf seine Truppe: „Fünf Mädchen sind schließlich erst im Sommer aus der F-Jugend hochgekommen.“
Der souveräne Sieger RSV Geismar I wurde nur in einem Spiel bezwungen, und das ausgerechnet im mannschaftsinternen Duell gegen die eigene Zweitvertretung. Den Siegtreffer für Geismar II schoss die wohl auffälligste Spielerin der Zwischenrunde – immer wenn die kleine Charlotte mit den wehenden blonden Haaren zu einem ihrer Dribblings ansetzte, gab es von den Eltern und Trainern spontanen Applaus. „Die spielt ja wie eine zweite Birgit Prinz“, sagte Madeleine Haase, Trainerin des SC Weende.
Da auch Teamkollegin Caroline im Tor gegen die eigene erste Mannschaft die gefährlichsten Schüsse abwehrte und den Ball zwei Sekunden vor dem Ende gerade noch an den Pfosten lenkte, stand der Sieg des RSV II gegen den RSV I schließlich fest. Trotz der Glanzparaden bat die Keeperin Trainerin Simone Bickmeyer anschließend, in der nächsten Partie im Sturm auflaufen zu dürfen. „Meine linke Hand tut mir weh, ich habe einen harten Schuss dagegen bekommen“, schimpfte das Mädchen mit dem blonden Pferdeschwanz. Gegen Lenglern dirigierte sie als Feldspieler ihre Mannschaft dann ganz souverän und ruderte, Anweisungen gebend, mit den Armen, als wären es Windmühlenflügel.
Wirbelwind Caroline gelang gegen Lenglern gar ein Hattrick. Besonders ihr dritter Treffer versetzte Trainerin Bickmeyer in Entzücken: Einem Abpraller schoss die Stürmerin blitzschnell nach und grätschte den Ball in Torjägermanier wildentschlossen über die Linie. „Das war Zucker“, jubelte Bickmeyer anschließend, während ihre kleine Torjägerin ihr Erfolgsgeheimnis ganz pragmatisch begründete: „Man darf nicht aufhören, bevor der Ball drin ist.“
Applaus gab es auch für Renshausens Torfrau Sophie, die gegen den späteren Zwischenrundengewinner ihren Kasten lange sauberhielt und auch die gefährlichsten Schüsse entschärfte. „Der Spaß soll im Vordergrund stehen, aber es ist natürlich toll, weiterzukommen“, strahlte Sarah Breitenbach und freute sich genauso wie ihre Weender Trainerkollegin Madeleine Haase. „Unsere E-Mädchen-Mannschaft gibt es erst seit Sommer, deshalb ist es überraschend und schön, in die Endrunde eingezogen zu sein.“
Turnierleiter Manfred Kühn und seine Schiedsrichter erlebten einen entspannten Vormittag. „Manchmal muss man den Mädchen noch erklären, dass sie jetzt Einwurf haben“, lachte Kühn, der früher selbst die Kreisauswahl betreute. „Aber alles in allem waren die Spiele schön und haben Spaß gemacht.“
Endstand: 1. RSV Geismar-Göttingen I: 12 Punkte/10:4 Tore; 2. TSV Renshausen: 8 Punkte/8:3 Tore; 3. SCW Göttingen: 8 Punkte/8:5 Tore; 4. RSV Geismar-Göttingen II: 7 Punkte/5:5 Tore; 5. TSV Nesselröden: 7 Punkte/3:7 Tore; 6. JSG Lenglern/Harste: 0 Punkte/2:12 Tore.
Von Christian Roeben
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