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Nach Unmut der Fans

DFB-Team entschuldigt sich für heimlichen Abgang


Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat sich für den heimlichen Abgang nach ihrer Rückkehr aus Südafrika entschuldigt. Tausende Fans hatten am Montag vergeblich auf das DFB-Team am Frankfurter Flughafen gewartet. Man habe sich nicht für einen dritten Platz feiern lassen wollen, hieß es in einem offenen Brief der Mannschaft.
DFB-Kapitän Philipp Lahm am Montag bei der Ankunft auf dem Frankfurter Flughafen.

DFB-Kapitän Philipp Lahm am Montag bei der Ankunft auf dem Frankfurter Flughafen.

© dpa

Philipp Lahm & Co. haben sich in einem öffentlichen Brief bei den Fans für den heimlichen Abgang nach ihrer Rückkehr aus Südafrika entschuldigt. Dass trotz der öffentlich verbreiteten Entscheidung, nach dem dritten Platz bei der Fußball- Weltmeisterschaft auf einen offiziellen Empfang und eine Jubelfeier zu verzichten, einige tausend Fans spontan am Montag zum Frankfurter Flughafen gekommen waren, habe die Nationalmannschaft nicht erwartet. „All diejenigen, die sich vergeblich auf den Weg gemacht hatten, bittet das Team um Entschuldigung“, hieß es am Dienstag auf der Internetseite der Nationalelf.

Die Spieler hatten nach der Landung des Lufthansa-Airbusses 380 abgeschottet von der Öffentlichkeit ihren weiteren Heimweg angetreten, während die Fans am Flughafen-Ausgang vergeblich auf ihre Lieblinge warteten. „Wir können verstehen, dass Sie sich zum Abschluss dieses großartigen Turniers gewünscht hätten, dass sich das Team noch einmal seinen Fans zeigt“, erklärte das Team jetzt und ergänzte: „Aber es ist das Selbstverständnis dieses Teams, sich nicht für einen dritten Platz feiern lassen zu wollen. Diese Mannschaft will mehr, für sich und für ihre Fans.“

Die heimliche Heimreise hatte für Unmut und Unverständnis bei den schwarz-rot-goldenen Fans gesorgt. „Das gesamte Team bedauert dies zutiefst. Nichts lag der Mannschaft ferner, als ihre treuen Fans zu verärgern“, betonten die Spieler nach der falsch eingeschätzten Situation bei der Ankunft. Experten wie Franz Beckenbauer hatten sich nach den attraktiven Auftritten des DFB-Teams für eine gemeinsame Feier mit den Fans eingesetzt, wie es sie nach Platz drei bei der WM 2006 und dem Vize-Europameistertitel 2008 in Berlin gegeben hätte.

Die Spieler aber wollten „ohne etwas in der Hand“ nicht mehr öffentlich feiern, wie Bastian Schweinsteiger erklärt hatte. „Wir wünschen uns sehr, dass Sie auch weiter Ihrer Nationalmannschaft treubleiben. Und dass Sie in naher Zukunft Gelegenheit haben werden, gemeinsam mit diesem jungen, hoffnungsvollen Team einen Titel feiern zu können“, heißt es zum Abschluss in dem Internet-Schreiben, das lediglich mit DFB unterzeichnet ist.

dpa

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