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Ein Jahr nach dem Amoklauf

Köhler fordert weitere Konsequenzen aus Amoklauf von Winnenden

Bundespräsident Horst Köhler hat bei der Gedenkfeier für die 15 Opfer in Winnenden am Donnerstag weitere Konsequenzen aus dem Amoklauf vor einem Jahr gefordert.
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Schüler der Albertville-Realschule in Winnenden legen am Donnerstag bei der Gedenkfeier für die Opfer des Amoklaufs Steine mit den Namen Opfer vor die Albertville-Realschule. Rund 900 Schüler, Lehrer, und Hinterbliebene waren zum stillen Gedenken zusammengekommen.

Schüler der Albertville-Realschule in Winnenden legen am Donnerstag bei der Gedenkfeier für die Opfer des Amoklaufs Steine mit den Namen Opfer vor die Albertville-Realschule. Rund 900 Schüler, Lehrer, und Hinterbliebene waren zum stillen Gedenken zusammengekommen.

© dpa

Es müsse „wirklich alles Menschenmögliche“ getan werden, um die Gefahr weiterer Bluttaten so gering wie möglich zu halten, sagte Köhler bei der Gedenkfeier für die 15 Opfer vor der Albertville-Realschule in Winnenden am Donnerstag. Köhler sprach sich unter anderem für eine weitere Verschärfung des Waffenrechts und einen Schutz der Jugendlichen vor Gewaltspielen aus. „Wir müssen uns gegen eine drohende Verrohung unserer Gesellschaft gemeinsam zur Wehr setzen“, betonte Köhler. Das Wichtigste sei dabei, „gut miteinander umzugehen“.

Köhler appellierte an jeden Bürger und die Gesellschaft insgesamt, darauf zu achten, dass „niemand abseits bleibt“. Zuwendung sei besonders wichtig für junge Leute, „weil sie ihren Platz noch finden wollen und dafür „Anerkennung und ein Gefühl der Zugehörigkeit brauchen“, sagte Köhler. Den Hinterbliebenen der Opfer wünschte Köhler „die Kraft der Gemeinsamkeit“ und sicherte ihnen zu: „Meine Frau und ich bleiben an Ihrer Seite.“

Mit Blick auf das Waffenrecht sagte der Bundespräsident, dass „noch mehr als bisher“ geschehen müsse, „damit gefährdete Menschen nicht an Schusswaffen gelangen“. Die jüngste Novellierung des Waffenrechts sei ein Zeichen dafür, dass das Umdenken begonnen habe. Bund und Länder sollten diesen Prozess weiter voranbringen und Schützenvereine ihnen dabei helfen. Von den Medien forderte Köhler eine zurückhaltendere Berichterstattung, um künftig keine Nachahmer auf den Plan zu rufen. Dazu müsse ein medienübergreifender Pressekodex erarbeitet werden.

Am 11. März 2009 hatte der 17-jährige Ex-Schüler Tim K. in der Albertville-Realschule mit einer Pistole seines Vaters neun Schüler und drei Lehrer erschossen. Auf der Flucht tötete er weitere drei Menschen und sich selbst.

afp


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  • Winnenden AVE – 13.03.10
    Was dort passierte war schrecklich. Doch was jetzt im Nachhinein alles so geredet wird ist eigendlich noch schrecklicher. Wer schützt uns eigendlich vor Dummschwätzern wie Köhler und anderen Statisten die nicht wissen was vor Ort abgelaufen ist und sich in der Öffentlichkeit profilieren wollen ??? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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