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Kriminologe: Deutlich weniger Missbrauchsfälle

Die Zahl der von der Polizei registrierten Fälle von sexuellem Missbrauch in Deutschland ist von 16.888 in 1997 auf 12.052 im Jahre 2008 zurückgegangen. „Die Opfer zeigen einen Missbrauch heute viel häufiger an, statt vor lauter Scham zu schweigen“, betonte der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer.
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Die Zahl der von der Polizei registrierten Fälle von sexuellem Missbrauch in Deutschland ist stark zurückgegangen. Von 16.888 Fällen in 1997 sank die Zahl bis 2008 auf 12.052, sagte der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer, am Freitag in Hannover. Anders als noch vor vielen Jahren müssten die Täter heute eher befürchten, erwischt zu werden. „Die Opfer zeigen einen Missbrauch heute viel häufiger an, statt vor lauter Scham zu schweigen“, betonte der Kriminologe.

Zudem sei die Aufklärungsquote der Polizei auf mehr als 82 Prozent angestiegen, sagte Pfeiffer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dies schrecke die Täter zusätzlich ab. Einen weiteren Grund für den Rückgang vermutet der Kriminologe in der deutlichen Abnahme der innerfamiliären Gewalt in den vergangenen Jahrzehnten. „Kinder, die sadistische Gewalt erlebt haben, neigen eher zu sexuellem Fehlverhalten im Erwachsenenalter.“

Auffällig ist laut Pfeiffer allerdings, dass immer häufiger gegen jüngere Tatverdächtige ermittelt wird. Die Zahl der 14 bis 18-Jährigen, denen sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen wurde, stieg zwischen 1997 und 2008 um fast 50 Prozent auf 1545. Dagegen gerieten in 20 Prozent weniger Fällen Menschen im Alter von 30 bis 60 Jahren ins Visier der Fahnder.

lni


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