Der britische Ölkonzern BP hat nach eigenen Angaben das lecke Ölbohrloch im Golf von Mexiko mit Zement versiegelt. Nach dem Einfüllen von Schlamm in den Bohrschacht vor der US-Südküste sei am Donnerstag nach einer fünfstündigen Operation auch die Versiegelung mit Zement abgeschlossen worden, teilte das Unternehmen mit. Das Bohrloch werde nun überwacht um sicherzugehen, dass die Versiegelung erfolgreich verlaufen sei.
Für das Hineinpumpen von Zement hatte der Krisenbeauftragte der US-Regierung, Thad Allen, grünes Licht gegeben. Mit der „Static Kill“-Methode war es BP am Mittwoch gelungen, mehr als 15 Wochen nach der Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ das Bohrloch von oben mit Schlamm zu verschließen, bevor am Donnerstag Zement in das Bohrloch gepumpt wurde. In einem nächsten Schritt soll nun die Versiegelungsmethode „Bottom Kill“ zum Zuge kommen: Dabei werden durch eine Entlastungbohrung auch am unteren Ende der Bohrleitung Schlamm und Zement eingefüllt.
Seit der Explosion der BP-Plattform „Deepwater Horizon“ am 20. April waren aus dem lecken Bohrloch nach Behördenangaben rund 780 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen. Damit ist das Unglück der größte Ölunfall der Geschichte.
afp
Kommentare
Umweltverschmutzung Typ – 06.08.10
"Hurra wir von BP haben das Loch endlich dicht gemacht!"Das Leben kann jetzt normal weitergehen. Es ist ja nicht viel passiert,es sind ja "nur" x-mio.-hunderte-tonnen Öl ausgelaufen.Wir haben ja chemische Mittel eingesetzt,so dass der Umwelt nicht viel passiert ist,da sich ja vieles aufgelöst hat. Wollt Ihr uns verarschen.Die Umwelt ist auf jahrzehnte hinaus kaputt,bevor oder überhaupt.Die wirtschaftlich abhängigen davon, Fischer oder Touristikbranche,werden auf lange Zeit Minusgeschäfte machen.Der Schaden geht ins unermessliche und wird kaum mit einpaar Milliarden Dollar/Euro zu beheben sein. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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