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Feuer fordert 50 Tote

Waldbrände in Russland wüten weiter


Hunderttausende Rettungskräfte kämpfen in Russland weiter gegen die gewaltige Feuersbrunst. Derzeit seien landesweit etwa 850 Wald- und Torfbrände registriert.
Derzeit sollen landesweit etwa 850 Wald- und Torfbrände registriert sein.

Derzeit sollen landesweit etwa 850 Wald- und Torfbrände registriert sein.

Das teilte das Zivilschutzministerium am Donnerstag in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit.

In Togliatti an der Wolga brachten die Behörden zwischenzeitlich 1700 Menschen wegen dichten Qualms in Sicherheit. Ein Park war in Brand geraten. Hingegen verzog sich in Moskau der beißende Rauch von den Torfbränden rund um die Millionenmetropole vorerst.

Die Zahl der Toten stieg nach offiziellen Angaben um 2 auf 50. Hilfsorganisationen gehen jedoch davon aus, dass es weit mehr Opfer gibt. Hunderte wurden verletzt, Tausende sind obdachlos.

Das atomare Forschungszentrum in Sarow rund 400 Kilometer östlich von Moskau war weiterhin vom Feuer bedroht. In der Nacht hätten zahlreiche Helfer ein Vordringen der Flammen verhindert, sagte ein Experte des Zivilschutzministeriums.

Die Moskauer freuten sich unterdessen am Donnerstag über blauen Himmel. Da jedoch die Feuer in der Umgebung noch immer schwelen, schließen Meteorologen nicht aus, dass die Hauptstadt erneut unter einer Qualmglocke versinken könnte.

Der Betrieb auf den drei internationalen Moskauer Flughäfen lief anders als am Vortag problemlos. Wie schon in den vergangenen Wochen erreichte das Thermometer jedoch auch am Donnerstag bereits vormittags die 30-Grad-Marke. Die Hitzewelle soll auch in den kommenden Tagen mit Temperaturen um 40 Grad andauern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bot Kremlchef Dmitri Medwedew in einem Telefonat Hilfe bei der Bekämpfung der Waldbrände an. Italien stellte zwei spezielle Löschflugzeuge zur Verfügung.

dpa

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