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Wirtschaft Arbeitslosigkeit: Wieder neuer Tiefststand
Nachrichten Wirtschaft Arbeitslosigkeit: Wieder neuer Tiefststand
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12:26 29.11.2018
Von immer weniger Arbeitslosen in den Landkreisen Göttingen und Northeim berichtet die Agentur für Arbeit Göttingen. Die Quote ist demnach im November erneut zurückgegangen. Quelle: Daten: Agentur für Arbeit / Grafik: Tater
Göttingen / Landkreise

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Arbeitsagentur Göttingen hat im November einen weiteren Tiefststand erreicht: Nach offiziellen Angaben sank die Zahl der Arbeitslosen um 257 auf 12 536. Davon entfielen 9001 Arbeitslose auf den Landkreis Göttingen und 3535 auf den Landkreis Northeim. In beiden Landkreisen sank die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Prozent. Daraus ergibt sich für den Kreis Göttingen eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent, für Northeim von 5,0 Prozent. Im Landkreis Northeim waren 29 Arbeitslose weniger gemeldet als im Oktober, 263 weniger als im November 2017. Im Landkreis Göttingen waren 228 Arbeitslose weniger registriert als im Oktober, 729 weniger als im November 2017. Der Geschäftsstellenbezirk Duderstadt habe sogar erstmals eine Arbeitslosenquote unterhalb der Vier-Prozent-Marke erreichen können (3,8). Hier seien insgesamt noch 768 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen.

Noch nie so viele offene Stellen wie aktuell

Vor allem im Vorjahresvergleich zeigt sich die positive Entwicklung auf dem südniedersächsischen Arbeitsmarkt: Im November 2017 waren laut Arbeitsagentur insgesamt noch 992 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als zuletzt. Im Verhältnis zu den aktuellen Zahlen entspricht das einem Rückgang um 7,3 Prozent. Auch die Zahl der neu gemeldeten Stellen sei „konstant hoch“: Im November 2018 meldeten die Wirtschaft und die Verwaltungen demnach 1458 neue Personalgesuche; der Bestand an offenen Stellen habe mit 4956 gar einen neuen Höchststand erreicht.

Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in Südniedersachsen. Quelle: Agentur für Arbeit Göttingen

Zahl der Arbeitslosen mit Schwerbehinderung gestiegen

Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, differenziert die positiven Zahlen allerdings erneut – und spricht weiterhin von einer „Besetzungsproblematik“ in den Betrieben: „Der Mangel, insbesondere an qualifizierten Arbeitskräften, droht zum Wachstumshemmnis zu werden“, meint der Arbeitsmarktexperte. Gleichzeitig würden aber nicht alle Arbeitslosen-Gruppen in gleicher Weise von der guten Nachfragesituation profitieren. So sei etwa die Zahl der Langzeitarbeitslosen binnen Jahresfrist lediglich um 1,9 Prozent zurückgegangen. Auch ältere Arbeitnehmer (über 55 Jahre) hätten weniger häufig eine neue Beschäftigung gefunden: Hier sank die Zahl demnach nur um 3,4 Prozent. Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung sei mit einem Rückgang von 0,8 Prozent nahezu konstant geblieben. Hier lohnt ein Blick auf den Fünf-Jahres-Vergleich: Sank die Zahl der Arbeitslosen in Südniedersachsen zwischen November 2013 und November 2018 insgesamt um 21 Prozent, so ist die Zahl der Arbeitslosen mit Schwerbehinderung im gleichen Zeitraum sogar gestiegen – nämlich um 0,3 Prozent.

Einarbeitungszuschuss für Arbeitgeber möglich

Agenturchef Gläser wirbt deshalb bei den Betrieben dafür, sich stärker dem Potenzial der Arbeitssuchenden mit Handicap zu widmen: „Der Blick sollte auf die Potenziale, nicht auf die Defizite gerichtet sein“, findet er. Und: „Selbst dann, wenn Bewerberin oder Bewerber und Stelle auf den ersten Blick nicht optimal zusammenzupassen scheinen, lohnt es sich doch, über Lösungen nachzudenken, nicht nur über Einschränkungen.“ Für Betriebe, die Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap bereitstellen, gebe es vielfältige Unterstützungsangebote – beispielsweise Hilfen bei der technischen Ausstattung oder der Umrüstung von Arbeitsplätzen. Auch ein Einarbeitungszuschuss während der ersten Monate sei möglich. Ansprechpartner seien hier die Reha-Spezialisten im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit.

Von Markus Riese

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