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00:17 02.11.2017
Andreas Friedrichs, Verbandsvorsteher des Wasserverband Leine-Süd, Sören Steinberg, Stellvertreter des Verbandsvorstehers,
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Friedland

„Wir trotzen jedem Sturm und dem Regen“, sagte Andreas Friedrichs, Verbandsvorsteher des Wasserverband Leine-Süd und Gemeindebürgermeister von Friedland am Sonntag. Während sich der Sturm „Herwart“ langsam legte und sich zwischen den Wolken die Sonne zeigte, trudelten langsam die Besucher ein zum Tag der offenen Tür, den der Verband anlässlich des 10-jährigen Geburtstages organisiert hatte. Während die Erwachsenen sich über Nanofiltration, die Arbeit einer Pumpenstation und Hochwasserschutz für das eigene Haus informieren konnten, sorgt das „Play and Fun“-Team dafür, dass dem Nachwuchs nicht langweilig wurde. Live-Musik mit „Thirsty Skiffle“, eine Wasser-Bar und ein Bratwurststand komplettierten das Programm.

Am 1. Januar 2007 wurde der Wasserverband Leine-Süd gegründet. „Eine Erfolgsgeschichte“, betont Friedrichs. Der Verband versorgt heute 33 Ortschaften und beschäftigt 20 Mitarbeiter davon sind sieben im kaufmännischen Verwaltungsbereich und 13 im technischen Bereich tätig. Die Bilanzsumme betrug zuletzt 45 Millionen Euro. 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser werden pro Jahr aus zehn Brunnen und einer Qualle gefördert.

Der Verband ist Nachfolger des Wasserverbands Tiefenbrunn und des Abwasserverbands Leine-Süd sowie der Wasserverbände Steinberg und Ballenhausen. Zusätzlich wurden weitere Aufgaben in den Bereichen Abwasser und Wasserversorgung der Gemeinden Friedland und Rosdorf übernommen. „Aufgrund der gestiegenen gesetzlichen und rechtlichen Anforderungen bestand die Notwendigkeit, die Aufgaben im Bereich Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung zu bündeln“, erzählt Friedrichs. Die ersten Gespräche über eine Neustrukturierung erfolgten im Herbst 2004. Im Mai 2006 haben die Räte der Gemeinden Friedland und Rosdorf die Neustrukturierung beschlossen und die Satzung des neuen Wasserverbandes Leine-Süd verabschiedet, die dann zum 1. Januar 2007 in Kraft treten konnte. Die Gemeinde Neu-Eichenberg aus Hessen ist seit dem 1. Januar 2014 ebenfalls Vollmitglied.

„Wir haben uns als Rosdorfer bewusst gegen Göttinger Wasser entschieden“, sagt Sören Steinberg, Stellvertreter des Verbandsvorstehers und Bürgermeister der Gemeinde Rosdorf. Die Qualität des Trinkwasser habe sich damit in Rosdorf merklich verbessert. Es gebe keine Klagen mehr über das Wasser. „Es entspricht jetzt mehr der Trinkwasserverordnung“, betont Christoph Kraaibeek, technischer Geschäftsführer. Der entscheidende Vorteil des Verbandes sei so Steinberg die Möglichkeit der angeschlossenen Gemeinden gemeinsame Investitionen zu realisieren. Rund 33 Millionen Euro habe der Verband seit seiner Gründung investiert. „Keine Gemeinde hätte dies allein stemmen können“, so Steinberg. Zudem sei die Unabhängigkeit des Verbandes ein Pfund. Die Entscheidungsfreiheit sei für Gemeinden gewährleistet „Die Einnahmen sollten zudem zweckgebunden eingesetzt werden“, betont Kraaibeek. Dies sei beim Wasserverband Leine-Süd gewährleistet.

Ein Grund für den Besuch der Ratsvorsitzenden in Gleichen, Bärbel Diebel-Geries (SPD), die sich am Tag der offenen Tür persönlich über die Arbeit des Wasserverbandes informieren wollte. „Hier geht es nicht um wirtschaftliche Erträge, sondern um die Versorgungssicherheit der Bevölkerung“, erläutert Diebel-Geries die Vorteile des Wasserbandes Leine Süd. Derzeit habe die Gemeinde Gleichen eine funktionierende Zusammenarbeit mit Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs GmbH (EEW). „Langfristig würde ich mich über eine Anbindung an den Wasserverband Leine Süd freuen, denn auf diese Weise könnte auch das Know-how des Verbandes genutzt werden, welches wir derzeit einkaufen“, so Diebel-Geries.

Von Bernard Marks

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