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13,7 Mio. Euro für das Gründerzentrum „Photonic-Inkubator“

Firmen aus dem „Brutschrank“ 13,7 Mio. Euro für das Gründerzentrum „Photonic-Inkubator“

„Ein derart großes Projekt hatten wir bisher noch nie“, meint Prof. Gerd Marowsky, der dem Vorstand des Laser-Laboratoriums Göttingen (LLG) angehört. 5,4 Mio. Euro stellt das Land in den kommenden fünf Jahren zur Verfügung, um am LLG das Gründerzentrum „Photonik-Inkubator“ zu betreiben.

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Eine der möglichen Geschäftsideen von „Photonic-Inkubator“: LLG-Mitarbeiter Lars Gundrum an einem Sprengstoff-Schnüffelgerät.

Quelle: Vetter

Göttingen. Das teilte gestern die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Johanna Wanka (CDU), in Hannover mit. Der Bund steuert zum Inkubator weitere 3,3 Mio. Euro sowie fünf Mio. Euro für einzelne Gründungsprojekte bei.

Der Inkubator („Brutschrank“) unterscheidet sich von einem herkömmlichen Gründerzentrum durch die straffe Führung der Jungunternehmer. Der neue Ansatz ist in den vergangenen Jahren vom „Life Science Inkubator“ am Bonner Forschungszentrum Caesar erprobt worden, berichtet der dortige Geschäftsführer Jörg Fregien.

Die Firmengründungen werden wie Projekte in der Industrie gemanagt. Es gibt laufende Evaluierungen. Die Personalsuche erfolgt gezielt. Die Teams werden gecoacht. Erfahrene Unternehmer beraten die Gründer, so Fregien. Er wird mit seinen Mitarbeitern den Photonik-Inkubator in Göttingen unterstützen.

An der Konzeption des neuen Zentrums, dessen Errichtung seit gut einem Jahr vorbereitet wird, ist zudem die Max Planck Innovation GmbH beteiligt, berichtet der dortige Prokurist Ulrich Mahr. Das Laser-Laboratorium steuert das nötige Fachwissen bei. „Aufgrund der vielen Industrieaufträge sind wir in der Branche gut vernetzt“, sagt Marowsky. Der Inkubaror „erbrütet“ nur Photonik-Firmen, also Unternehmen, die Licht als Werkzeug einsetzen.

Die Photonik, eine der Schlüsseltechnologien, zählt zu den wirtschaftlich stärksten Bereichen der deutschen Wirtschaft. „Es wird aber nur ein Bruchteil der Forschungserkenntnisse umgesetzt“, weiß Marowsky. Er selbst habe bereits etliche Geschäftsideen aus den Bereichen Mikorskopie, Sicherheit, Energieeffizienz und Gesundheitswesen in der Schublade.

Eine dieser Erfindungen ist ein Gerät zum Erschnüffeln winziger Mengen Sprengstoff, das in Sicherheitsschleusen auf Flughäfen zum Einsatz kommen könnte. Ein Funktionsmuster ist am Laser-Laboratorium im Rahmen eines Projekts mit Partnern, darunter der Hardegser Sicherheitsfirma HKS, entwickelt worden.

Für die Weiterentwicklung zu einem marktfähigen Produkt müsste nun eine Firma gegründet oder ein Industriepartner gefunden werden. Der Photonik-Inkubator wird 300 Quadratmeter Büro- und Laborflächen im Laser-Laboratorium in Hans-Adolf-Krebs-Weg 1 nutzen.

Das operative Geschäft läuft voraussichtlich im April 2013 an. Bis dahin werden Existenzgründer und Geschäftsideen gesucht, so Marowsky. Er rechnet mit vielen Bewerbern. Der Physiker: „Die Aufnahme in das Programm ist wie ein Sechser im Lotto.“ Bis 2018 sollen mehrere Hightech-Unternehmen in Göttingen entstehen.

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