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Regional 81 062 Kilometer gejoggt
Nachrichten Wirtschaft Regional 81 062 Kilometer gejoggt
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02:15 15.12.2016
80 Interessierte Gäste besuchten die 2. regionale Gesundheitskonferenz. Quelle: Hinzmann
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Einbeck

In drei thematisch unterschiedlichen Workshops wurde über die jeweiligen Entwicklungschance diskutiert:

  • eHealth: Im Bereich der ärztlichen Tätigkeiten und des medizinischen Wissens könne die Digitalisierung Ärzte unterstützen und entlasten, war sich Nils Hellrung, Vorsitzender des Beirates ehealth.niedersachsen und Geschäftsführer der Symeda GmbH sicher. Er halte es auch für realistisch, dass in wenigen Jahren Lösungen für die elektronische Patientenakte von Google oder Apple auf den Markt komme. „Inzwischen stellt niemand mehr infrage, dass man Vernetzung braucht, um das Gesundheitssystem zu erhalten“, so Hellrung. Und Kroemer zeigte sich überzeugt, dass sich in Deutschland in den nächsten Jahren tatsächlich etwas in diese Richtung bewegen wird, auch wenn Deutschland vergleichsweise spät dran sei.
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM): „Dass sich Investitionen in ein BGM für Unternehmen lohnen, wenn es richtig gemacht wird, ist nachgewiesen“, so Michael Bode, Leiter Prävention beim Rehazentrum Rainer Junge. Jedoch, etwa 60 Prozent aller deutschen Unternehmen machen gar nichts in diesem Bereich. Karin Henne-Mudrack von der Sparkasse Einbeck gab Einblicke in ihr BGM: Für die 130 Mitarbeiter investiere man pro Jahr etwa 8500 Euro in Massagen, 3000 in Checkups oder 5000 Euro in das Bewegungsprojekt „In 80 Tagen um die Welt“, mit dem Mitarbeiter zum Joggen motiviert werden sollten. Statt der angestrebten 80 Mitarbeiter schaffte man es, 121 zum Mitmachen zu bewegen, die pro Person und Tag im Durchschnitt 8,7 Kilometer liefen - insgesamt 81 062 Kilometer. Der Lohn für das Bankinstitut: ein Absinken der Krankenquote auf 3,2 Prozent, eine extrem geringe Fluktuation im Betrieb und ein gutes Betriebsklima.
  • Gesundheitscampus: In diesem Wintersemester haben die ersten Studenten auf dem neuen Göttinger Gesundheitscampus ihr Studium begonnen. Erfreulich sei, so Kroemer, dass von den 30 Studenten im Pflege-Bachelor 20 altgediente Kräfte aus der Universitätsmedizin (UMG) seien, die sich weiterbildeten. Bislang gelte das Angebot nur für die Beschäftigten der UMG, aber wie Fragen deutlich machten, ist das Interesse auch in anderen Pflegeschulen vorhanden, diese Einrichtung zu nutzen. Auch die Altenpflege solle man in den Blick nehmen. Aber, Probst sah auch die Politik gefordert, wenn es um die Frage der Bezahlung geht, die für die Attraktivität des Berufsfeldes wichtig sei.
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