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Regional Schüler lernten, Projekte durchzuführen
Nachrichten Wirtschaft Regional Schüler lernten, Projekte durchzuführen
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10:58 19.11.2018
Ideencampus Südniedersachsen: Schülerinnen und Schüler der Region entwickeln kreative Projektideen im unternehmerischen und sozialen Bereich. Quelle: Hinzmann
Göttingen

Die Displays von Handys lassen sich mittels eines QR-Codes für eine Lichtshow miteinander synchronisieren. Das ist die Idee von zwei Schülern des Gymnasiums in Bad Harzburg. An zwei Workshop-Tagen konkretisierten sie ihre Vision in den Räumen der PFH an der Weender Landstraße 3-7. Die Schüler arbeiteten den Nutzen für die Kunden heraus, überlegten, wie das System zum Laufen zu bekommen ist, kalkulierten Ausgaben und Einnahmen. Mit ihrem Konzept holten sie am Ende den ersten Preis, den die Jury unter Leitung von Prof. Bernhard H. Vollmar vergab.

Göttinger Arnoldischule

Den zweiten Platz belegten Schülerinnen der Göttinger Arnoldischule. Ein Film im Internet hatte sie schockiert. Ein Kind sprang da während eines unachtsamen Moments der Mutter in den Swimmingpool und ertrank. Eine zusätzliche Funktion der Smartwatch, die den Sauerstoffgehalt im Blut kontrolliert, könnte helfen, überlegten die Schülerinnen. Sinke der Wert ab, würden Rettungsdienst und Eltern alarmiert. Da Kinder manchmal ihre Smartwatch nicht trügen, ließe sich zusätzlich ein Chip in die Kleidung einnähen. Er informiere die Eltern, wenn das Kind im Wasser sei.

Northeimer Gymnasium Corvinianum

Eine Gruppe von Schulsanitätern des Northeimer Gymnasiums Corvinianum bekam den dritten Preis. Sie hätten damit zu kämpfen, dass sie nicht direkt von den Lehrern, sondern über das Schulsekretariat zum Einsatz gerufen würden, erzählten die Schülerinnen. So gingen Zeit und Informationen verloren. Eine App für den direkten Kontakt zwischen Lehrern und Schulsanitäter könne Abhilfe schaffen.

Berufsbildende Schulen Holzminden

Doch auch die anderen Ideen waren einfallsreich. Schülerinnen der Berufsbildenden Schulen Holzminden wollten zum Beispiel eine elektrische Zahnbürste mit integriertem Zahnpastaspender auf den Markt bringen. Kleine Kinder bekämen nur mit Mühe den Deckel von der Tube und täten sich dann schwer, die Pasta auf die Bürste zu bekommen, demonstrierten sie mit Videoaufnahmen. Ihr Gerät im Pinguin-Design helfe. Corvinianum-Schüler entwickelten ein Wechselsystem für Auto- und E-Bike-Akkus.

Integrierte Gesamtschule Göttingen

Für das Gärtnern in Blumenkästen vor dem Fenster warben Marie Leßner und Rebecca Lange von der Integrierten Gesamtschule Göttingen. Das sei zum Beispiel etwas für junge Familien in der Stadt, die ihr eigenes Gemüse ziehen wollten. Die Schülerinnen stellten ein Set zusammen, zu dem auch eine Stange zum Befestigen der Kästen gehört. „Die Atmosphäre beim Ideencampus ist klasse, alle sind motiviert“, sagte Lange. In Vorträgen und Workshops sei ihnen das nötige Rüstzeit vermittelt worden.

Crowdfunding-Plattform Ideenbeweger

„Alle Teams mussten ihre Idee in einem Video präsentieren“, betonte Professor Vollmar. Das sei eine wichtige Voraussetzung, um Gelder in einer Crowdfunding-Kampagne einzuwerben. Gutscheine für solche Kampagnen, für die die PFH die Internet-Plattform Ideenbeweger betreibt, erhielten die Gewinner.

Schülerin Lange blieb ein Vortrag besonders im Gedächtnis: „Der Göttinger Herausgeber Marco Böhme sprach über erfolgreiches Scheitern.“ Fehler machen sei ok. Man könne aus ihnen lernen.

Die PFH hat den Ideencampus zum vierten Mal durchgeführt. Weil gut zehn Schüler weniger mitmachten als bisher, wurde die Veranstaltung um einen halben Tag gekürzt. Der Kontakt zu den Teilnehmern erfolgte über die Lehrer. „Ich habe Schüler angesprochen, die gefordert werden wollen und freiwillig Aufgaben übernehmen“, sagte Henning Bruns, der am Corvinianum unterrichtet.

Von Michael Caspar

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