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4000 Besucher beim Göttinger Berufsinformationstag Göbit

„Taschen voll, Kopf voll“ 4000 Besucher beim Göttinger Berufsinformationstag Göbit

„Das Gesamtpaket muss stimmen“, sagt Dorothea Wiellowicz. Dazu gehören für die Personalentwicklerin von Rewe gute Leistungen sowohl in der Praxis als auch in der Theorie. Dann werden die Auszubildenden im Konzern in Vollzeit und unbefristet übernommen.

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Viel Platzbedarf beim Göbit: Auch in diesem Jahr wird die Sporthalle der BBS II als Ausstellungsfläche genutzt.

Quelle: Heller

Göttingen. Am Stand auf dem Göttinger Berufsinformationstag (Göbit) wirbt sie um junge Leute, die eine Lehre im Handel anstreben. 30 Stellen sind im Raum Göttingen zu besetzen. Zum dritten Mal ist Wiellowicz auf dem Göbit, und sie hat gute Erfahrungen gemacht.

„Die Bewerberzahl hat zugenommen“, stellt sie am Ende der Messe fest. Die jungen Leute seien gut vorbereitet im Gespräch. „Ihr Auftreten hat mir sehr gut gefallen“, zieht die Rewe-Managerin Bilanz.

Wiellowicz ist nicht allein am Stand. Wie an fast allen 132 Stände der insgesamt 126 Aussteller kommen Lehrlinge zu Wort. Nathalie Günther (21) aus dem Rewe-Markt in Geismar informiert über Aufstiegsmöglichkeiten.

Abiturienten etwa können die Lehre in 18 Monaten absolvieren und im Anschluss den Handelsfachwirt (22 Monate) dranhängen. Drei Jahre muss man sich dann verpflichten, für Torben Kramer (21) kein Problem. Der Azubi aus dem Markt Groner Straße will ohnehin in die Norderstedter Zentrale.

Redakteur oder Verlagskauffrau

Jan Hartje will Informatiker werden. Ein technischer Beruf, das ist das Ziel des 16-Jährigen. Aus Bollensen bei Uslar ist der Gymnasiast (11. Klasse) gekommen, um die richtigen Leute und Firmen zu finden. Unter anderem hat er sich über einen dualen Studiengang bei der Deutschen Bahn erkundigt. Ein Berufs-Schnelltest bei der Agentur für Arbeit hat ihn bestätigt: Ein technischer Beruf ist genau das Richtige für ihn.

Detlef Tater hat am Tageblatt-Stand reichlich zu tun. Er und die Auszubildende Julia Niemeyer stellen die Online-Jobbörse ( gt-job.de) des Medienhauses vor.

Doch die Messebesucher wollen auch wissen, wie man Redakteur wird oder Verlagskauffrau, welche Voraussetzungen erforderlich sind, wie man sich bewirbt, wie viel man verdient, wie es mit der Übernahme aussieht. Nach fünf Stunden Messeauftritt sind die Medienexperten mit der Resonanz sehr zufrieden.

Das sind auch Carina Engelhardt und ihre fleißigen Mitstreiter. Die Ausbildungsleiterin bei der Sparkasse Göttingen hatte am Sonnabend eine spannende Aufgabe: das erste Mal wird die S-Spot-Filiale auf der Messe präsentiert.

4000 Besucher beim Berufsinformationstag von Arbeitsagentur, Volkshochschule und BBS II. © Heller

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Das Göttinger Modell einer Auszubildenden-Filiale habe viele junge Leute interessiert, zieht Engelhardt gegen 15 Uhr positive Bilanz. Nach fünf Stunden Stress hat das Standteam noch gute Laune und verteilt letzte leckere Muffins.

Die Polizei ist auf dem Göbit, seit es ihn gibt. 150 bis 200 Ausbildungsplätze sind in Niedersachsen zu vergeben. Polizeivollzugsbeamte werden gebraucht, erfahren die Besucher am Stand und auch, dass es ohne Abitur die Möglichkeit gibt (über die Fachoberschule) bei der Polizei Kommissar zu werden.

Frank Weiß ist begeistert. Bei einem Kaffee in der Mensa berichtet der Thimm-Mitarbeiter über die gute Entwicklung der Messe. „Das Interesse steigt immer mehr“, freut er sich auch über den Zulauf am eigenen Messestand.

Das Northeimer Unternehmen bildet Packmitteltechnologen und Medientechnologen (Druck) aus, berichtet Weiß. Auch Praktika bietet das Familienunternehmer, das in der Wellpappenbranche zu den ganz Großen in Europa gehört.

„Taschen voll, Kopf voll“

„Taschen voll, Kopf voll“, lautet das Fazit von Sandra Nolte. Sie ist mit ihrer Tochter Alina (15) seit Stunden auf der Messe unterwegs. Beide haben jede Menge Informationen gesammelt. „Es gibt schon viele Möglichkeiten“, weiß Alina jetzt, die sich beruflich noch nicht festgelegt hat.

Das Wirtschaftsabitur wäre ein Ziel, aber auch der Beruf Biologie-Laborantin. Die Eichsfelderinnen (Tiftlingerode) sind zum Messeende erschöpft und beklagen ein wenig den „verwirrenden Aufbau“ der Stände.

Für 2014 sind alle Lehrstellen besetzt, für 2015 sucht die Mahr GmbH wieder 15 Auszubildende. Udo Fuchs und Lehrlinge des Göttinger Messtechnik-Unternehmens informieren über die vier Ausbildungsberufe, über Praktika und duales Studium. „Wir müssen was tun“, betont Ausbildungsleiter Fuchs mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel.

Doppelte Ausstellerzahl

„Heute morgen war die Hölle los“, berichtet Claudia Trepte vom Measurement Valley. Der Göbit sei ein Selbstläufer geworden, sagt sie mit Blick auch auf die „Großen“ des Göttinger Messtechnik-Verbandes, die wie Mahr, Sartorius, HAWK oder DLR seit Jahren dabei sind.

„Die Ausstellerzahl hat sich verdoppelt“, weiß auch Udo Möhlheinrich von der Techniker Krankenkasse. Er ist mit der TK seit 15 Jahren auf der Messe und erinnert sich an bescheidene Anfänge in der Lokhalle.

Der Obermeister der Metall-Innung wirbt für sein Handwerk. Frank Lipphardt will junge Menschen für den Beruf des Metallbauers begeistern, spricht von sehr guten Berufschancen und tollen Aufstiegsmöglichkeiten. Metallbauer Lars Becker prognostiziert „einen Arbeitsplatz zu 100 Prozent.“

4000 Besucher, so schätzt BBS II-Schulleiter Peter Peschel, waren auf dem Berufsinformationstag 2014, den die Agentur für Arbeit und die Volkshochschule organisieren haben.

►Kommentar: Selbstläufer Göbit

Die Geschäftsführerin des Vereins Measurement Valley, Claudia Trepte, bringt es auf den Punkt: „Der Göttinger Berufsinformationstag ist ein Selbstläufer.“

Trepte muss es wissen, koordiniert sie doch für die 33 Mitgliedsfirmen jedes Jahr die Teilnahme am Berufsinformationstag von Arbeitsagentur und Volkshochschule.

Mussten in den ersten Jahren die Schüler oft noch im Klassenverband für die Messe „motiviert“ werden, kommen sie heute freiwillig in die BBS II.

Es hat sich herumgesprochen, dass es auf dem Göbit mehr gibt als Kugelschreiber, Blöcke und Gummibärchen: Informationen, Vorträge und Vorführungen, ansprechend präsentiert, verständlich aufbereitet, mit viel Praxisbezug und Mitmachaktionen an fast allen Ständen.

Der Aufwand, den Aussteller und Veranstalter mittlerweile betreiben, ist enorm. Der Druck, dem Facharbeitermangel mit Ausbildung zu begegnen, wird spürbar größer, die Berechtigung des Göbits ebenfalls.

Auch 2015 muss es die Aktion geben. Nach dem Göbit ist vor dem Göbit: Schon heute sollten sich die Veranstalter jedoch Gedanken darüber machen, wie sie wachsende Aussteller- und Besucherzahlen unter einem Dach bewältigen können.

Hanne-Dore Schumacher

Hanne-Dore Schumacher

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„Aus ihrem Alltag“
Berufsinformation für Elftklässler: Jochen Dörner vom Rotary Club Göttingen-Süd bei der Begrüßung.

„Das ist großartig“, freut sich Hanne Hohmeister über die rege Beteiligung an der Berufsinformation für angehende Abiturienten der Göttinger Gymnasien. In jedem Jahr organisiert der Rotary Club Göttingen-Süd den Informationstag an einer anderen Göttinger Schule – diesmal in der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS).

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