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Regional Althusmann übergibt auf Harz-Tour gleich drei Förderbescheide
Nachrichten Wirtschaft Regional Althusmann übergibt auf Harz-Tour gleich drei Förderbescheide
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19:16 13.07.2018
Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (l.) bei seinem Harz-Besuch am Freitag, hier mit Max Tröger von der expandierenden Wäscherei Keller.  Quelle: Foto: Sonnemann
Osterode

Das Familienunternehmen habe sich „von einer normalen Wäscherei zu einem Full-Service-Dienstleister mit Kunden aus den Bereichen Senioren- und Altenheime, Kliniken, Hotellerie und Gastronomie sowie Industrie und Gewerbe entwickelt“, wusste Althusmann zu berichten.

Weil die Kapazitätsgrenzen des Betriebes erreicht sind und sich die bisherige Betriebsstätte in einem Misch- und Wohngebiet befindet, baut das Unternehmen im Gewerbegebiet an der Straße Über der Landwehr in Osterode neu. „Zum 1. November ziehen wir in unsere neue Wäscherei um. Über 2700 Quadratmeter und die Modernisierung des kompletten Maschinenparks ermöglichen uns eine 1-A-Qualität in allen Bereichen“, erläuterte Geschäftsführer Ricardo Tröger. Und er ergänzte:„Wir möchten unsere traditionellen Werte aus über 50 Jahren Handwerkserfahrung mit den neuesten Technologien kombinieren.“ Das neue Einzugsgebiet solle bis zu 150 Kilometer rund um Osterode betragen; alte und neue Kunden kämen aus der gesamten Harzregion, aber auch aus Salzgitter und Braunschweig.

Bekenntnis zum Standort Osterode

Max Tröger berichtete bei der Übergabe des Bescheids auf der Baustelle: „Durch den Bau werden wir zukunftsfähiger und bekennen uns zum Standort Osterode. Außerdem werden Arbeitsplätze nicht nur gesichert, sondern neue kommen dazu.“ Zehn neue Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende, will die Wäscherei Keller einstellen. „Es werden bessere Arbeitsplätze geschaffen: Unsere Mitarbeiter werden durch ergonomische Plätze körperlich entlastet“, sagte Tröger. Er war es auch, der den Förderbescheid vom Wirtschaftsminister übergeben bekam. Alle Bescheide, so Althusmann, seien „sehr sorgfältig von der N-Bank geprüft worden. „Wir wollen die Unternehmen unterstützen und sind dankbar, dass es Unternehmer gibt, die ihre Ärmel hochkrempeln, mutig sind und investieren“, lobte der Politiker. 99,6 Prozent der Betriebe in Niedersachsen seien kleine und mittelständische Firmen. Die Fördermittel würden gezielt ausgegeben für neue Produktionen und Produktionserweiterungen.

Von der Osteroder Baustelle ging es für den Minister weiter nach Seesen. Den letzten Förderbescheid des Tages – der erste war nach Bad Harzburg gegangen – erhielt hier das Energietechnik-Unternehmen Akkuteam. Das Land unterstützt den Neubau einer sogenannten „Battery Care Station“ mit knapp 1,44 Millionen Euro. „Offensichtlich haben wir ein überzeugendes Konzept vorgelegt“, freute sich Geschäftsführer Norbert Engel.

Alle VW- und BMW-Batterien aus Asien kommen nach Seesen

Im Seesener Industriegebiet Triftstraße werden Starterbatterien aus Übersee-Importen, die während des Transports Spannung verloren haben, nachgeladen. Engel erklärte: „Alle Autobatterien, die Volkswagen und BMW in Asien einkaufen, machen Station in Seesen. „Dieser Kraftspender für Batterien ist deutschlandweit einzigartig.“

Um der Nachfrage gerecht zu werden und die Kapazitäten zu bündeln – im benachbarten Engelage gibt es ein zweites Lager –, sollen auf 4500 Quadratmetern vier Hallen und ein Bürogebäude gebaut werden. Der Baubeginn ist für Ende dieses Jahres geplant; die Kosten sollen 5,2 Millionen Euro betragen. Auch in Seesen sollen Arbeitsplätze geschaffen werden – und zwar zwölf, davon zwei Stellen für Auszubildende.

Uwe Zimmermann, der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, sagte: „Für eine Stadt in der Größe Seesens ist es nicht einfach, Gewerbe anzusiedeln“. Umso mehr freue es sich über Akkuteam, ein Unternehmen mit „ausgeprägter Investitionsstärke“. Der Hauptsitz von Akkuteam ist im Herzberger Ortsteil Pöhlde. „Der Harz liegt uns am Herzen“, sagte Althusmann bei beiden Terminen. Es gehe nicht nur touristisch, sondern auch wirtschaftlich voran.

Die Fördermittel stammen aus Töpfen zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur sowie aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung.

Von Kjell Sonnemann

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