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Ruhiger Jahresausklang auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit bei 5,7 Prozent Ruhiger Jahresausklang auf dem Arbeitsmarkt

Die Agentur für Arbeit zieht eine positive Bilanz für das Jahr 2016. „Seit der Wiedervereinigung waren noch nie so wenig Menschen auf Arbeitssuche“, sagt Klaus-Dieter Gläser, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Göttingen.

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Konkret waren im Agenturbezirk Göttingen im Dezember 13598 Menschen arbeitslos gemeldet, 189 beziehungsweise 1,4 Prozent mehr als im Vormonat.

Quelle: dpa

Göttingen. Der südniedersächsische Arbeitsmarkt präsentiert sich nach  Angaben der Agentur für Arbeit Göttingen in guter Verfassung. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember im Agenturbezirk Göttingen bei 5,7 Prozent, und damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Im Jahresverlauf sei die Arbeitslosigkeit um 3,4 Prozent zurückgegangen.

Am höchsten ist die Arbeitslosenquote in Einbeck und Osterode. Am tiefsten ist die Arbeitslosigkeit in Duderstadt. „Mittlerweile haben wir Mühe, die offenen Stellen zu besetzen“, schwärmt Gläser. Jede dritte Stelle bleibe derzeit rund drei Monate unbesetzt. Das sei deutlich länger als normal. „Ein wesentlicher Grund für die Verzögerung bei der Vergabe von Jobs ist, dass für 80 Prozent der offenen Stellen Fachpersonal gesucht wird“, erklärt Gläser. 46  Prozent aller Arbeitssuchenden hätten jedoch keine abgeschlossene Lehre.

Im zurückliegenden Monat gaben Wirtschaft und Verwaltung 1180 Stellenofferten bei der Agentur für Arbeit auf. Das sind 240 oder 25,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. So kommt es, dass in manchen Berufen nicht die Bewerber Schlange stehen müssen, sondern die Unternehmen. Wie zum Beispiel in Pflegeberufen, wo derzeit ein Bewerber auf drei offene Stellen kommt. Nicht wesentlich anders sieht es in Elektroberufen sowie in der Metallverarbeitung aus. Die Zahl der Beschäftigten stieg 2016 um 1,2 Prozent auf 169 500. Auch im Ausbildungsbereich entwickelte sich der Arbeitsmarkt in der Region Göttingen positiv. Von 2840 Bewerbern blieben 164 Jugendliche unversorgt. 111 Ausbildungsstellen blieben unbesetzt. 

Konkret waren im Agenturbezirk Göttingen im Dezember 13598 Menschen arbeitslos gemeldet, 189 beziehungsweise 1,4 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber Dezember 2015 sank die Zahl jedoch um 420 beziehungsweise drei Prozent. „Der für Dezember moderate Anstieg der Arbeitslosenzahlen lässt sich auf zwei Aspekte zurückführen“, erläutert Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich weiterhin stabil auf einem hohen Niveau. Betriebe bemühen sich intensiver als früher, ihre Beschäftigten zu halten, so beispielsweise im Bauhauptgewerbe. Dort, wo Betriebe wegen der Witterungsverhältnisse vormals ihre Mitarbeiter im Winter nach Hause geschickt haben, wird inzwischen häufiger Saison-Kurzarbeit angemeldet, um die Fachkräfte im Unternehmen zu halten.“ Außerdem, so der Agenturchef, setzten Arbeitsagentur wie Jobcenter bei der Integration von geflüchteten Menschen auf den Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente, wie beispielsweise Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Dementsprechend wirkten sich diese Aktivitäten derzeit entlastend auf den Arbeitsmarkt aus.

Im zurückliegenden Monat gaben Wirtschaft und Verwaltung 1180 Stellenofferten bei der Agentur für Arbeit auf, 240 beziehungsweise 25,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Davon waren 1009 Arbeitsangebote sozialversicherungspflichtig, 210 beziehungsweise 26,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Insgesamt konnten Arbeitsuchende in Südniedersachsen unter 3540 Stellenangeboten wählen. Damit lag das Angebot 417 Stellen beziehungsweise 13,4 Prozent über dem Vergleichswert vom Dezember 2015. Die meisten freien Stellen gab es im Verkaufsbereich (329), in den medizinischen und nichtmedizinischen Gesundheitsberufen (244 beziehungsweise 280), und im Berufsfeld Verkehr/Logistik (190). Gesucht werden jedoch auch Mitarbeiter für Reinigungsaufgaben (225), in den metallverarbeitenden Berufen (162) sowie in den Mechatronik-, Energie- und Elektroberufen (185).

Der Ausblick für das Jahr 2017 fällt positiv aus. Zwar gebe es politische Unwägbarkeiten wie den möglichen Brexit oder Unsicherheit darüber, wie der neue US-Präsident Donald Trump seine Außen- und Wirtschaftspolitik ausrichten wird, doch: „Wir gehen davon aus, dass sich der Arbeitsmarkt weiterhin gut entwickelt“, sagt Gläser.

Von Bernard Marks

Arbeitslosenquote im Dezember 2016 in den Geschäftsstellen

Duderstadt                   4,3%

Hann. Münden               5,1%

Northeim                      5,2%

Göttingen                     5,9%

Uslar                            6,1%

Einbeck                        6,5%

Osterode                      6,5%

Agenturbezirk Göttingen  5,7%

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