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Für Städte ein Gewinn

Autonomes Fahren Für Städte ein Gewinn

Fahren ohne Fahrer ist ein aktuelles Thema. „Fahren ohne Lenkrad – Autonomes Fahren“ lautete daher der Titel zum 49. Mobilitäts-Talk. Experten und eingeladene Gäste diskutierten zum Thema und sorgten für einen gut gefüllten Göttinger Ratssaal.

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Passend zum Mobilitäts-Talk: Ein Auto von Tesla als Anschauungsobjekt vor dem Göttinger Rathaus.

Quelle: Hartwig

Göttingen. Gleich zu Beginn erklärte Göttingens Stadtbaurat Thomas Dienberg, dass das autonome Fahren „unsere Mobilität umkrempeln“ werde. Er prognostizierte, Staus und Unfälle würden reduziert, das Thema biete viele Chancen. Aber wie steht es um die Auswirkungen auf die Kommunen: Wird es mehr Verkehr geben, benötigen wir mehr Flächen für ruhenden Verkehr und was bedeutet das autonome Fahren für die vorhandenen Straßen, Plätze und Wege in der Stadt? Er ist sich sicher: Es kommt eine Entwicklung, die auch städtebaulich Fragen aufwirft.

Michael Schäfer vom n iedersächsischen Verkehrsministerium stellte klar, dass das Land Niedersachsen beim autonomen Fahren in Verkehrssicherheit und Effizienz investiere. Und dabei Schwerpunkte im regionalen und kommunalen Bereich setze. „Das Thema ist en vogue“, sagte er und verdeutlichte, dass der fürs autonome Fahren gerne benutzte Überbegriff der Digitalisierung eher Verwirrung stiften würde: „Man sollte die einzelnen Themen betrachten.“

Die anderen drei Redner gaben dem Publikum Einblicke aus Hersteller- und aus der Benutzer-Perspektive. Robin Höfel ist bei Tesla im Vertrieb angestellt und meint: Das selbstfahrende Auto werde zehnmal sicherer sein als herkömmliche Kraftfahrzeuge. Es sei ein Auto, das für seine Benutzer arbeite. Der Tesla-Autopilot sei „eines unserer wichtigsten Updates“, so Höfel. Er prognostizierte, dass Autos – zumindest technisch gesehen – in einem Jahr selbstständig fahren können.

Thomas Form von der Volkswagen-Konzernforschung geht das Thema moderater an. „Wie sicher muss autonomes Fahren sein, damit es akzeptiert wird?“ fragte er in die Runde, um festzustellen, dass das Überschätzen des Systems durch die Fahrer ein Problem bleiben werde.

Das autonome Fahren bietet „enorme Chancen und ganz andere Möglichkeiten“, fasste abschließend Martin Röhrleef, Hannoversche Verkehrsbetriebe, zusammen. Am schnellsten könne es im öffentlichen Nahverkehr entwickelt werden. Für Städte wäre ein effizientes Nutzen autonomer Mobilität ein Gewinn.

Von Markus Hartwig

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