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Ausstellung zeigt 25 Spitzenforscherinnen und ihre Wissenschaft

SUB Göttingen Ausstellung zeigt 25 Spitzenforscherinnen und ihre Wissenschaft

Eindrucksvolle Fotografien von außergewöhnlichen Frauen und ihren Forschungsarbeiten, abgebildet auf meterlangen und an Säulen und Treppengeländer befestigten Stoffrollen, zieren die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen (SUB).

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Großformatig: Banner mit Fotos von Spitzenforscherinnen.

Quelle: CH

Unweigerlich wandert der Blick zu den Portraittierten und ihre in Szene gesetzten Bilder, als könne man sich ihnen nicht entziehen. Und tatsächlich scheinen sie mehr zu sein, als bloße Fotografien, mehr als ein Konstrukt der vergangenen Realität - Sie sind real! Und sie sprechen zu einem Jeden von uns.

Die in Köln und Berlin lebende Fotografin und Filmemacherin Bettina Flitner ist Initiatorin der imposanten Wanderausstellung, die den schlichten Titel „Frauen, die forschen“ trägt. Unter den insgesamt 25 abgebildeten Frauen, die deutschlandweit in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaft forschen, sind drei aus Göttingen vertreten. Flitners Anliegen war es, Wissenschaftlerinnen und ihre Forschungsarbeit sichtbar zu machen. Dementsprechend sind die abgebildeten Spitzenforscherinnen neben einem jeweiligen Portrait ganz im Zeichen ihrer Arbeit zu sehen: In der Bibliothek, vor dem Mikroskop, in der Vorlesung oder auf dem Feld. Die Anknüpfung der Frauen an ihre Arbeitsbereiche wurde an einigen Stellen aber auch bewusst indirekt umgesetzt. Die in Heidelberg forschende Astronomin Prof. Dr. Eva Grebel sieht man vor einer alten Sternwarte, obgleich ihr Arbeitsplatz der Schreibtisch ist. Ein anderes Bild zeigt Prof. Julia Fischer aus Göttingen, mit geschlossenen Augen horchend durchs Gras schreitend. Die Biologin erforscht an Affen das Entstehen und die Evolution von Sprache, „und das hat auch wiederum viel mit Hören zu tun“, erklärt Flitner. Zwei weitere Göttinger Wissenschaftlerinnen, die in der Ausstellung zu sehen sind, sind die Physikerin Prof. Annette Zippelius sowie die Physikerin und Mathematikerin Prof. Mary Osborn. Für ihre Erkenntnisse in der Zellbiologie erhielt Osborn im Jahr 2007 von der Universität die Dorothea Schlözer-Medaille, die weibliche Persönlichkeiten für Ihre Verdienste in Forschung und Wissenschaft sowie ihren Einsatz für die Gleichstellung an Hochschulen ehrt.

Dass Gleichstellung auch – oder gerade – in der Hochschullandschaft ein zentrales und aktuelles Thema sein muss, zeigt nicht nur der nach wie vor geringe Frauenanteil in mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern. Auch deutsche Vorstandsetagen sind überwiegend Männer-Clubs, in denen Frauen allenfalls eine marginale Rolle zukommt. Dass es auch anders geht, zeigen Wissenschaftlerinnen wie Fischer. „Wir müssen uns Verabschieden vom Klischee der grauen Labormaus. Ich gebe den Frauen in den Naturwissenschaften ein Gesicht und zeige, dass auch wir in diesen Bereichen erfolgreich forschen. Ich möchte, dass Studentinnen sagen: ‚Ja, das kann ich auch!‘“, sagt die Biologin.
Insofern stellen die Fotografien Bettina Flitners mehr als eine Ausstellung interessanter Frauen und ihrer fast exotisch wirkenden Forschungsgebiete dar, sie sind Botschaft und Appell zugleich, sie rütteln wach und erinnern nachhaltig. Das Ziel der Ausstellung, die Wahrnehmung der Frauen als Vorbilder, nicht als Abbilder, wurde erreicht.

Die Ausstellung ist bis zum 14. November in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 1, zu sehen, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 24 Uhr, Sonnabend bis Sonntag 9 bis 22 Uhr.

Von Swenja Lohrengel

Begleitprogramm zur Ausstellung

Ein Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung. Dazu zählt der Vortrag „Von der Gleichstellungspolicy zur Gleichstellungsgovernance“ von Elisabeth Maurer, Leiterin der Abteilung für Gleichstellung der Universität Zürich am Montag, 18. Oktober, um 17 Uhr im Vortragsraum der SUB, Papendiek 14. Über „Frauen in der EU-Forschung – Ein Erfahrungsaustausch“, referiert Nadine Heller, EU-Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am Donnerstag, 11. November, um 14.30 Uhr im Seminarraum der SUB, Platz der Göttinger Sieben 1.

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