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Regional Bauarbeiten für GVZ-Zubringer verärgern Geschäftsleute
Nachrichten Wirtschaft Regional Bauarbeiten für GVZ-Zubringer verärgern Geschäftsleute
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00:16 11.05.2013
Kein Durchkommen für die Kunden des Lutterangers: Harte Zeiten für die Unternehmen vor Ort. Quelle: Heller
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Göttingen

Die Betroffenen sprechen von „massiven Umsatzeinbußen“. „Die Laufkundschaft bleibt weg“, berichtet Susanne Urbach, Inhaberin von Kunst und Kreativ. Florian Roßbach beklagt, dass „die Kunden durch die komplizierte Anfahrt sowie die ungünstige Ampelschaltung auf der Hannoverschen Straße gestresst und dementsprechend weniger kauffreudig seien. Etwa ein Drittel des Umsatzes würde durch die Baustelle verloren gehen, schätzt der stellvertretende Filialleiter des Dänischen Bettenlagers.

Umleitung kaum zu verstehen

Noch stärker betroffen ist laut Geschäftsführer Ashraf Ben Rebia das Ende Februar eröffnete Restaurant Picasso: „Wir hatten einen tollen Start. Doch dann kam die Sperrung, und von heute auf morgen hatten wir sage und schreibe 80 Prozent weniger Umsatz.“ Geärgert haben sich die Geschäftsleute über die ihrer Meinung nach unzureichende Beschilderung zu Beginn der Sperrung. „Für diejenigen, die aus Richtung A7 kamen, war die Umleitung kaum zu verstehen“, kritisiert Zoo-Busch-Inhaber Detlev Busch, „und auf der B27 stand ein Schild „Lutteranger gesperrt“, so als ob nicht nur eine Zufahrt, sondern das ganze Gewerbegebiet abgesperrt gewesen wäre.“

Leitung der Baumaßnahme

Die Geschäftsleute kontaktierten Stefan David vom Rosdorfer Ingenieurbüro Rinne und Partner, das die Leitung der Baumaßnahme inne hat. „Herr David war extrem kooperativ“, lobt Baby-One-Filialleiterin Ruth Günther. „Die Missstände waren sehr schnell behoben.“ „Ein an und für sich sehr renommiertes Verkehrssicherungs-Unternehmen hatte ausgesprochen schlechte Arbeit abgeliefert“, erläutert David. Der Vertrag mit der Firma sei aufgelöst worden, „und wir haben für eine neue Beschilderung gesorgt.“ Einige der betroffenen Firmen haben eigene Hinweisschilder aufgestellt, so das Stoffgeschäft Alfatex. „Derzeit führen wir Gespräche mit der Stadt, mit dem Ziel, dass die Schilder bis Beendigung der Arbeiten stehen bleiben dürfen“, berichtet Kai Bergen. Der Alfatex-Filialleiter weiter: „Die Stadt scheint entgegenkommend zu sein.“

Kritik oder Anregungen

Träger der Baumaßnahmen ist die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GWG) im Auftrag der Stadt Göttingen. „Jede Woche findet vor Ort eine Besprechung statt, bei der die Betroffenen die Möglichkeit haben, Kritik oder Anregungen vorzubringen“, sagt GWG-Prokurist Klaus Rüffel. Auf der Sitzung des Ortsrats Weende am 16. Mai werde man das Projekt erneut detailliert vorstellen.

Aufhebung der Sperrung

Das Ende der ersten Phase der Bauarbeiten und damit die Aufhebung der Sperrung ist für September geplant. Das Gesamtprojekt soll im Spätsommer 2014 abgeschlossen sein. „Die gegenwärtige Situation ist natürlich sehr unangenehm, aber langfristig wird der Lutteranger profitieren“, spricht sich Möbel-Jaeger-Geschäftsführer Bernd Jaeger für die Baumaßnahme aus.

Von Hauke Rudolph

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