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Regional Bernd Korte – 40 Jahre bei der Commerzbank
Nachrichten Wirtschaft Regional Bernd Korte – 40 Jahre bei der Commerzbank
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00:18 04.08.2018
Bernd Korte, Niederlassungsleiter der Commerzbank Göttingen ist seinem Arbeitgeber seit 40 Jahren treu. Quelle: Foto: Scharf
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Göttingen

Als Korte im August 1978 die Commerzbank-Filiale in Gummersbach betrat, um seine Lehrstelle anzutreten, hatte sein Lieblingsfußballverein 1. FC Köln gerade das Double gewonnen und die Handballer vom ortsansässigen VfL waren Vizemeister. Der DAX lag bei 500 Punkten und das Zinsniveau im zweistelligen Bereich. Korte war ein fleißiger Schüler, weshalb ihm sein Schulleiter damals die Laufbahn zum Bankkaufmann nahegelegt hatte. Er folgte der Empfehlung – eine Entscheidung fürs Leben.

Heute, 40 Jahre später notiert der DAX bei knapp unter 13 000 Punkten, die Zinsen sind im Keller und die Kölner sind es auch – mal wieder in der zweiten Liga. Korte sitzt im ersten Stock des Commerzbank-Gebäudes in der Göttinger Prinzenstraße. Als Niederlassungsleiter ist er zuständig für ein Gebiet, das sich von Stadthagen bis Hann. Münden erstreckt. Er ist Mitglied in der Geschäftsleitung der Marktregion Nord und immer noch FC- und VfL-Fan.

Zahlreiche Aufgaben an verschiedenen Orten

Seine 160 Mitarbeiter betreuen 110 000 Kunden. Seit er vor drei Jahren den Posten übernahm, konnte er durchgehend positive Zahlen verkünden. Im Juni dieses Jahres wurde der Göttinger Standort zur Flag-ship-Filiale umgebaut. Das jüngste Highlight in seiner bisherigen Laufbahn, sagt Korte. Davon hat es in der Vergangenheit einige gegeben. Bei allem offensichtlichen Hang zur Kontinuität verliefen die vier Jahrzehnte für den gebürtigen Rheinländer durchaus ereignisreich.

Schon als 28-Jähriger leitete der Mann, der in seiner Heimat in Karnevalszeiten auch schon mal im Kostüm am Schalter stand, seine erste Filiale in Opladen. Später wechselte er jeweils in verantwortlicher Position über Frechen und Euskirchen nach Nürnberg, Hof und Düsseldorf. In dieser Zeit begleitete er die Übernahme der Schmidt Bank und den Kauf der Dresdner Bank. Er war als Vertriebstrainer zuständig für die Qualifizierung der Mitarbeiter und leitete als Direktor das Wealth-Management.

Arbeitgeberwechsel? War nie nötig

Gab es bei so vielen Aufgabenfeldern nie den Gedanken, den Arbeitgeber zu wechseln? „Möglichkeiten hat es gegeben. Aber immer, wenn ein Angebot von außen kam, hat die Commerzbank mir ein besseres Angebot gemacht“, erzählt Korte rückblickend. Entsprechend entwickelte sich seine Verbundenheit zum Haus. Und so blieb er auch an Bord, als 2008 mit der Finanzkrise schwere Zeiten anbrachen.

Am meisten habe ihm damals der Vertrauensverlust der Kunden zu schaffen gemacht. „Es hat die gesamte Branche getroffen – und es hat auch mich getroffen“, erinnert sich der Vollblut-Banker an die schwerste Zeit seiner Karriere. Bis der Ruf wieder hergestellt war, habe es einige Zeit gedauert. Die Entscheidung der Commerzbank, in dieser Phase auf die Kunden zuzugehen und den Slogan „Die Bank an ihrer Seite“ zu reaktivieren, sei genau der richtige gewesen. Heute zeige die positive Resonanz bei Kundenbefragungen, dass das Konzept aufgegangen sei.

Authentisch, fleißig, zuverlässig

Korte bezeichnet seine Arbeit als Traumberuf. „Wir sind Problemlöser, können Arzt und Apotheker in einer Person sein.“ Das war immer der Anspruch an sich selbst und an seine Mitarbeiter. Sie sollen authentisch, fleißig, zuverlässig und kundenorientiert sein – gerade in Zeiten der Digitalisierung. Er selber mache vieles mit dem Handy, genieße die Vorzüge der modernen Technik. Aber Digitalisierung könne immer nur ein Hilfsmittel für gute Kundenberatung sein.

Und wohin führt der weitere Weg des 57-Jährigen? „Ich bin momentan absolut glücklich mit meiner Aufgabe“, sagt der zweifache Familienvater. Göttingen gefalle ihm gut und liege zudem für seine Familie strategisch günstig – zentral zwischen seiner Tochter in Berlin und dem Sohn in München. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt Korte über sich und seine Frau. Der ist er übrigens noch länger treu als der Commerzbank.

Von Markus Scharf

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