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Bioenergie Leinetal investiert 22 Millionen Euro

Heizwerk Bioenergie Leinetal investiert 22 Millionen Euro

Die Kreissägen heulen, Hammerschläge hallen über das Gelände des ehemaligen Zementwerks. Am Ortsrand von Hardegsen wird jeden Tag bis 22 Uhr gearbeitet. „Am 17. oder 18. Dezember wollen wir unser Heizkraftwerk in Betrieb nehmen“, erklärt Volker Fröchtenicht, Gesellschafter der Bioenergie Leinetal GmbH. Wenn das Unternehmen nicht 2009 mit der Stromeinspeisung beginnt, gibt es niedrigere Förderquoten.

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Produziert Ökostrom: Gesellschafter Volker Fröchtenicht vor dem Heizwerk auf dem Gelände der ehemaligen Zementfabrik.

Quelle: CR

40 000 Tonnen Holzabfällen aus der Landschaftspflege und den Forsten will die Firma künftig jedes Jahr verbrennen. Daraus erzeugt es 1,8 Megawatt Strom. Die anfallende Wärme von 8 Megawatt dient ab Februar 2010 für die Trocknung von 100 000 Tonnen Sägespänen im Jahr. Bis zu 50 Prozent Feuchtigkeit enthält das Material, das sieben Sägewerke aus einem Umkreis von 100 Kilometern anliefern. Aus den trockenen Spänen stellt das Unternehmen dann Pellets her. Sie enthalten nur 8 Prozent Feuchtigkeit.

Die Produktion erfolgt in der ehemaligen Rohmühle des Zementwerkes. In dem 30 Meter hohen Gebäude stehen bereits die Pressen, mit denen die Sägespäne in Form gebracht werden sollen. Maisstärke dient als Kleber. Das Hardegser Unternehmen will das Produkt an Händler verkaufen.

„Einen Teil wollen wir selbst nutzen“, kündigt Fröchtenicht an. Die Firma Energiecontracting Heidelberg AG, die am Unternehmen beteiligt ist, bietet Schulzentren, Krankenhäusern oder größeren Industrieunternehmen ein sogenanntes Energiecontracting an. Die Heidelberger übernehmen die Baukosten und den Betrieb der Pelletsheizung. „Die Verträge laufen über 10 bis 15 Jahre“, erläutert Fröchtenicht, der für den Vertrieb zuständig ist. Bei der Messe Energie-Tage Göttingen hätte es bereits eine Reihe von Gesprächen gegeben. Noch sei jedoch kein Vertrag unterzeichnet.

Die Bioenergie Leinetal investiert in Hardegsen 22 Mio. Euro. Die Verhandlungen über die Finanzierung zogen sich länger hin, als geplant. Im vergangenen Jahr kämpfte das Unternehmen mit der Finanzierung. Die Banken verlangten immer neue Sicherheiten. Die Eigenkapitalquote liege mit Hilfe der Heidelberger jetzt bei 50 Prozent.
Das 25 Hektar große Grundstück in Hardegsen gehört Fröchtenicht und seinem Geschäftspartner Heiko Neben. Sie haben es im Oktober 2006 für eine Mio. Euro erworben. Die Betriebsfläche umfasst 5,5 Hektar.

Von Michael Caspar

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