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Regional Bludau: Euro-Krise ähnelt Asthma-Erkrankung
Nachrichten Wirtschaft Regional Bludau: Euro-Krise ähnelt Asthma-Erkrankung
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00:17 07.01.2013
Hielt seine erste Neujahrsansprache vor 350 Gästen in der Zentrale Am Geismartor: Volksbank-Vorstand Markus Bludau. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

350 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren in die Zentrale Am Geismartor gekommen. Bludau begrüßen sie mit seinem neuen Vorstandskollegen Hans-Christian Reuß und dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Dirk Molthan.

Bludau verglich die Euro-Krise mit dem Auftreten von Asthma. Neben der Akutbehandlung müsse der Patient seine Lebensweise nachhaltig verändern. Schädliche Gewohnheiten seien aufzugeben, Vorkehrungen für den Notfall zu treffen. Nur dann sei ein beschwerdefreies Leben möglich, führte der Diplom-Kaufmann aus.

Die Euro-Krise sei zu Unrecht immer noch „der größte Angstmacher der Deutschen“. „Wirksame Schritte“ zur Stabilisierung des Euro-Raums in 2013 hätten die akute Phase beendet. Wenn weiter konstruktiv an „langfristigen Rahmenbedingungen“ gearbeitet werde, sei er selbst „mehr als optimistisch für ein Europa mit starker Wirtschaft und stabilem Euro“.

Auf das Jahr 2013 blickt der Vorstand optimistisch. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt werde nach Schätzungen zwischen 0,3 und 1,6 Prozent zulegen. China wachse weiter. Die USA hätten den Fall über die Fiskalklippe verhindert. Die von der Volksbank betreuten Mittelständler bezeichneten die aktuelle Wirtschaftslage als „gut“.

Bei ihnen gebe es keine nachlassende Auftragsentwicklung, wie sie von der Industrie- und Handelskammer diagnostiziert worden sei. Sie hätten ihre Eigenkapitalsituation deutlich verbessert und verfügten über eine „komfortable“ Liquiditätssituation.

Bludau nannte erste Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012. Demnach haben die insgesamt 164 Volksbank-Mitarbeiter ein ordentliche Betriebsergebnis von 6,7 Mio. Euro erwirtschaftet. Insgesamt erzielte die genossenschaftliche Bank, die seit 116 Jahren besteht, einen Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 8,2 Mio. Euro. „Die ist das beste Ergebnis unserer Geschichte“, erklärte Bludau.

Das Geschäftsvolumen der Volksbank einschließlich der Kundenwertpapierdepots stieg 2012 um 16 Mio. Euro auf 889 Mio. Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 5 Mio. auf 712 Mio. Euro. Die langfristigen Kundenkredite konnten um 3,3 Prozent gesteigert werden.
Aufgrund der „sehr guten Liquiditätslage“ der mittelständischen Kundschaft sei das Kundenkreditvolumen um 6 Mio. Euro auf 375 Mio. Euro gesunken, erklärte Bludau.

Das Kreditvolumen des Neugeschäfts habe 61 Mio. Euro betragen. Abermals sei es der Volksbank gelungen, das Baufinanzierungsgeschäft auszuweiten. Es habe, unterstützt durch das niedrige Zinsniveau, um mehr als 2 Mio. Euro auf 185 Mio. Euro zugelegt.

Bei den Kundeneinlagen hat es Zuflüsse im kurzfristigen Bereich und bei den Sparanlagen gegeben. Die Einlagen wuchsen um 5 Mio. Euro auf 555 Mio. Euro.

Von Michael Caspar

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