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Regional Boom im Handwerk: 2017 Jahr der Superlative
Nachrichten Wirtschaft Regional Boom im Handwerk: 2017 Jahr der Superlative
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15:30 13.02.2018
Handwerkskammer-Präsident Delfino Roman stellt den Konjunkturbericht vor. Quelle: Christina Hinzmann

Die konjunkturelle Entwicklung im Handwerk kenne aktuell nur eine Richtung: Unternehmen freuten sich über volle Auftragsbücher und investierten in die Zukunft, sagte Roman und betonte: „Niemand wagte zu hoffen, dass wir Ihnen dieses Jahr mitteilen können, dass das Jahr der Superlative 2016 nochmals übertroffen werden kann.“ Treibende Kraft für die dauerhaft positive Entwicklung sei in erster Linie weiterhin das Bauhaupt- und Ausbaugewerbe.

Das vierte Quartal des Kammerbezirks gehe als das erfolgreichste seit Erhebung der regelmäßigen Konjunkturuntersuchung in die Geschichtsbücher ein. Die Auslastung der Betriebe sei im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um zwei Prozentpunkte auf nun 92 Prozent gesteigert worden. „Die hohe Auslastung und der Fachkräftemangel führen dazu, dass Kunden Wartezeiten von acht bis neun Wochen in Kauf nehmen müssen“, so Roman.

Im Vergleich der Regionen habe das Göttinger Handwerk seine Spitzenposition eindrucksvoll verteidigt. In Hildesheim verliefen die meisten Indikatoren überdurchschnittlich, in Holzminden ungünstiger als der Durchschnitt. Das Northeimer Handwerk weise eine unterdurchschnittliche Entwicklung auf. Ebenso ergehe es dem Handwerk in Osterode, und dies trotz überdurchschnittlicher Produktions- und Beschäftigungsentwicklung.

Doch der Präsident blieb bei seinen Betrachtungen nicht nur im Jetzt und der nahen Zukunft. „Nach langen Zeiten des konjunkturellen Aufschwungs, wird es auch wieder eine gegenläufige Bewegung, einen Abschwung geben. Wirtschaftlich gute Zeiten sollten immer genutzt werden, sich auf schlechte Zeiten vorzubereiten. Der richtige Zeitpunkt zu handeln ist jetzt“, betonte Roman.

Zur Erstellung des Konjunkturberichts schreibt die Handwerkskammer seit 26 Jahren 730 ihrer 7700 Betriebe an. „Wir haben eine Rücklaufquote von etwa 25 Prozent. Das ist deutlich über dem Bundesdurchschnitt, dadurch sind wir sehr safe mit unseren Analysen“, sagte Geschäftsführerin Ina-Maria Heidmann. In diesem Jahr werde die Abfrage digitalisiert. Um das Thema Digitalisierung noch mehr in die Betriebe zu bringen, hat die Handwerkskammer seit 1. Februar einen Mitarbeiter eingestellt, der sich ausschließlich um dieses Thema kümmert. „Hendrik Böker wird die Betriebe besuchen. 150 bis 200 Beratungen peilen wir jährlich an“, so Heidmann. Gut möglich also, dass sich hier die Handwerksbetriebe mal auf eine Wartezeit einstellen müssen.

Von Mark Bambey

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