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Regional Carolin Miserre gewinnt Bundeswettbewerb für Azubis in Warendorf
Nachrichten Wirtschaft Regional Carolin Miserre gewinnt Bundeswettbewerb für Azubis in Warendorf
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16:46 27.11.2018
„Deutsche Meisterin der Auszubildenden“ in der Kategorie Klassische Reistausbildung: Carolin Miserre auf Wallach Severino Hit. Quelle: Juliane Fellner (EQuus Foto)
Bettenrode/Warendorf

Elf Mannschaften der Landesverbände nahmen teil. Miserre siegte im Einzel und belegte mit dem Team Platz sechs.

Die 24-Jährige ritt in Warendorf (Kategorie „Klassische Reitausbildung“) im Trio des Pferdesportverbandes Hannover an den Start, das sich gut präsentiert habe: Die Mannschaften von Platz sechs bis drei erhielten zwischen 168,1 und 169,2 Punkten – eine enge Angelegenheit; das Siegerteam summierte 182,7 Punkte. Solo war Miserre allerdings nicht zu schlagen. Sie landete mit 17,5 Punkten deutlich vor ihrer Konkurrentin Annika Struß aus der Deutschen Reitschule (16,2), die ihren „Heimvorteil“ am 22. und 23. November nur bedingt nutzen konnte.

Vor der Ausbildung Studium der Agrarwissenschaften an der Universität Göttingen

Miserre ist in einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Springe aufgewachsen, „mit eigenen Pferden und einem Pensionsstall“; die Leidenschaft für Pferde habe sie in der Kindheit entwickelt, „ich war früh infiziert.“ Ihre Familie züchtet Pferde – und sie habe drei eigene Wallache, die sie in Turnieren reitet: Severino Hit (sieben Jahre alt), Don Ricaro (elf) und Dutzfreund (12) diesen Namen hat Miserre dem Tier gegeben. Zwei Pferde stehen in Boxen in Bettenrode. Wenn sie zur Berufsschule nach Hannover muss, nutzt sie die Fahrten von Süden nach Norden und zurück zum Transport, „um die Pferde regelmäßig durchzutauschen“.

Miserre hat von 2014 bis ’17 an der Uni Göttingen das Studium der Agrarwissenschaften absolviert. Ihre Ausbildung auf dem Hof Bettenrode begann sie im August vergangenen, ihren Abschluss macht sie Mitte nächsten Jahres. Der Ausbildungsalltag beginnt um 7 Uhr. „Die Pferde mit Kraftfutter versorgen, auf die Weiden bringen, viel Reiten, täglich Dressur, Unterricht geben“ sind die wesentlichen Programmpunkte. Unterricht heißt: Einsteller betreuen, die ihre Pferden Unterkunft auf dem Hof geben, und ihr Hobby Reiten pflegen.

Großes Lob für den Chef des Dressur-, Ausbildungs- und Turnierstalls Betterode – Miserre mit Philipp Hess „super zufrieden“

Da Bettenrode „hauptsächlich ein Dressurstall“ ist, trainierte Miserre das Springen mit Söhnke Wenzel, der einen Reitstall bei Nörten-Hardenberg betreibt. „Der Wettbewerb war nervenaufreibend, weil ich Springen musste, immer wieder, wenn ich eine Runde weiter kam. Ich habe ein bisschen Angst vor den Sprüngen“, sagt die Dressurreiterin, der im Juli während der 14. Bettenröder Dressurtage das Goldene Reitabzeichen für zehn Siege in der schweren Klasse verliehen wurde.

Neben ihrer Liebe zu Pferden, ihrem Talent und Wenzel, der ihr über die Sprünge geholfen hatte, gibt es einen mitentscheidenden Grund für ihre Klasse. „mein Ausbilder ist Philipp Hess.“ Der Pferdewirtschaftsmeister und Chef des Dressur-, Ausbildungs- und Turnierstalls Betterode habe „ein ausgezeichnete Verhältnis zu den Azubis, das spiegelt sich in der Leistung bei den Wettbewerben wider. Ich bin hier super zufrieden.“ Obwohl die Ausbildung „sehr zeitintensiv“ sei, „unterstützt er mich als Turnierreiterin, damit ich immer besser werde und ich alles unter einen Hut bekomme. Alles passt.“

Von Stefan Kirchhoff

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