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Regional Commerzbank Göttingen: „Rekordergebnis“ bei Immobilienkrediten
Nachrichten Wirtschaft Regional Commerzbank Göttingen: „Rekordergebnis“ bei Immobilienkrediten
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00:37 29.04.2018
Filiale wird im Juni umgebaut: Bernd Korte und Thomas Riechmann präsentieren starke Zahlen der Commerzbank Göttingen. Quelle: Michael Caspar
Göttingen

„Zwölf Flaggschiff-Filialen gibt es bereits in Deutschland“, erklärte Korte, 65 von insgesamt 1000 Commerzbank-Filialen sollten es am Ende werden. Zum Konzept gehörten spezielle Kundenleitsysteme, Kontaktpunkte, ausliegende iPads und freies WLAN. Drei Tage werde das Gebäude an der Prinzenstraße 7, von dem aus das Niederlassungsgebiet zwischen Hann. Münden und Stadthagen mit seinen 15 Standorten betreut werde, geschlossen sein. Die Neueröffnung sei für Montag, 27. Juni, geplant.

109 000 Privatkunden zwischen Hann. Münden und Stadthagen

„Die Zahl der Privatkunden konnten wir im vergangenen Jahr netto um 2600 Bürger auf nun 109 000 Kunden steigern“, führte Korte aus, der für das Privatkundengeschäft zuständig ist. Das entspreche im Vergleich zu 2016 einem Zuwachs von 2,3 Prozent. Im Kreditgeschäft habe die Niederlassung vom „Immobilienboom“ profitiert. Das Neugeschäftsvolumen bei den Immobilienkrediten habe mehr als 206 Mio. Euro betragen, davon 81 Mio. Euro in Stadt und Landkreis Göttingen. Das sei ein Plus von 9,4 Prozent und ein „absoluter Rekordwert“. Die Immobilienpreise, etwa im Göttinger Ostviertel, aber auch in Rosdorf, seien mittlerweile „sportlich“. Von einem „Immobilienblase“ wollte der Banker jedoch nicht sprechen.

Wertpapierbestand legt zu

Gewachsen, so Korte, sei auch der Wertpapierbestand der Commerzbank-Kunden im Bereich der Niederlassung. Er sei um 6,2 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro gestiegen. 50 Prozent der Kunden nutzten dabei die Dienstleistung des Vermögensmanagements. Das habe mit den immer kürzeren Reaktionszeiten des Marktes zu tun. Die Commerzbank rate aufgrund der in Europa auf absehbare Zeit niedrigen Zinsen weiterhin zum Kauf von Wertpapieren. Volkswirte rechneten auch in diesem Jahr mit einer „positiven Wirtschaftsentwicklung und steigenden Aktienkursen“, führte Korte aus.

„Dramatischer Wandel“ durch Digitalisierung

Für einen „dramatischen Wandel in der Bankenbranche“ sorge die Digitalisierung. Die Commerzbank investiere in diesem Bereich „kräftig“. Bis 2020 sollten 80 Prozent der Arbeitsprozesse digital ablaufen. Derzeit seien es 50 Prozent. 2016 habe die Quote noch bei 30 Prozent gelegen. Mit der Banking-App der Commerzbank ließen sich Überweisungen innerhalb einer Minute erledigen. Kunden könnten Baufinanzierungen über das Smartphone abschließen.

Niederlassung hat 160 Mitarbeiter

„Mit der Digitalisierung ist innerhalb der Commerzbank ein Abbau von 9600 Stellen – vor allem in den Ballungszentren – verbunden“, sagte Korte. In der Niederlassung Göttingen bliebe die Zahl der Mitarbeiter im Privat- und im Geschäftskundenbereich jedoch mit 160 Beschäftigten konstant. 70 Personen davon seien in Stadt und Landkreis Göttingen tätig. Auch eine Schließung von Filialen stehe nicht an.

Monatliche Abfrage der Kundenzufriedenheit

„Wert legen wir trotz der Anstrengungen bei der Digitalisierung auf gute Beratung“, betonte der Niederlassungsleiter. Monatlich werde die Kundenzufriedenheit abgefragt. Zum fünften Mal in Folge habe die Commerzbank 2017 den bundesweiten Beratungstest „Beste Bank vor Ort“ gewonnen.

Wachstum im Geschäftskundenbereich

„Gewachsen ist die Commerzbank auch im Bereich der Geschäftskunden mit einem Jahresumsatz von mehr als 15 Mio. Euro“, berichtete Firmenkunden-Chef Thomas Riechmann, der neben dem Raum Göttingen / Hildesheim auch für Raum Braunschweig / Harz zuständig ist. 50 neue Kunden hätten sie im Raum Göttingen / Hildesheim dazugewonnen, so dass sie nun 1000 Firmenkunden hätten. Das Kreditvolumen sei 2017 um fünf Prozent auf 500 Mio. Euro gestiegen. Es gebe mittlerweile eine digitale Kreditplattform, über die Mittelständler einen Kontokorrentkredit von bis zu fünf Mio. Euro komplett digital beantragen könnten. Seine Mitarbeiter sprächen Kunden gezielt darauf an, das eigene Geschäftsmodell an die digitalisierte Welt anzupassen. Über die Hamburger Commerzbanktochter Open Space vernetzten sie Kunden mit innovativen Start-ups.

Von Michael Caspar

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