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Regional Sorge sorgt für sorgfältigen Umgang mit Daten
Nachrichten Wirtschaft Regional Sorge sorgt für sorgfältigen Umgang mit Daten
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00:17 03.10.2016
Andreas Sorge Quelle: r
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Was tun, wenn ein Trojaner zugeschlagen und die gesamte EDV lahmgelegt hat? „Am besten, man lässt es gar nicht erst dazu kommen“, lautet die Antwort von Sorge. Deshalb berät er Firmen, wie sie ihre IT sicher machen können. Darüber hinaus kümmert er sich um den gesamten Datenschutz. Wie wenige Menschen dafür sensibilisiert seien, erstaune ihn immer wieder, so der 43-Jährige.

Das beginne bei der grenzenlosen Offenlegung privatester Details auf Facebook und reiche bis zum sorglosen Umgang mit sensiblen Kundendaten. So habe ein Krankentransportunternehmen Termine mithilfe von WhatsApp-Nachrichten organisiert und dabei die Namen der Patienten und die Gründe der Fahrt, zum Beispiel „Brustkrebs“, aufgeführt, was einen schweren datenrechtlichen Verstoß darstelle und abmahnfähig sei.

Jede Firma, selbst ein Ein-Mann-Betrieb, sei gesetzlich zum Datenschutz verpflichtet, erläutert Sorge. Ab einer Belegschaft von zehn Mitarbeitern müsse einer von ihnen gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sogar zum Datenschutzbeauftragten bestimmt werden. Bei vielen seiner Kunden übernimmt der gebürtige Ostwestfale diese Aufgabe und ist damit sogar persönlich haftend, wie er betont. Selbständig gemacht hat sich, nachdem er rund zehn Jahre die EDV eines  großen Ingenieurbüros in Hannover geleitet hatte.

Jetzt ist er vom Home Office aus tätig, hat rund 25 Kunden im Umkreis von 100 Kilometern. Sein kleinster Auftraggeber hat, genau wie er auch, einen Ein-Mann-Betrieb, sein größter ist ein Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern. Neukunden gewinnt Sorge vor allem mittels Networking: „Das bringt viel mehr, als Werbung zu schalten.“ Einen ordentlichen Aufschwung für sein Business erwartet der Geschäftsmann von der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU, die 2018 in Kraft treten und das BDSG ersetzen wird. Die Unternehmen müssten dann noch strengere Auflagen erfüllen, die möglichen Geldbußen erhöhten sich von jetzt 300000 Euro auf zwei Millionen oder zwei Prozent des Jahresumsatzes: „Ich glaube, dass da viel Arbeit auf mich wartet“, blickt Sorge optimistisch nach vorn.  

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