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Regional ATU-Mitarbeiter können aufatmen
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00:18 16.12.2016
Die ATU-Filiale an der Kasseler Landstraße. Quelle: Harald Wenzel
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Göttingen

„Die Stimmung ist gut bei der Belegschaft“, sagt Marco Fengenwisch, stellvertretender Geschäftsleiter bei der Werkstattkette Auto-Teile-Unger in Göttingen. Für 17 Angestellte kam die Nachricht über den Verkauf der deutschlandweit rund 600 ATU-Filialen an die französischen Werkstättenkette Mobivia kurz vor Weihnachten genau zum richtigen Zeitpunkt. „Unsere Hoffnung liegt nun bei der neuen Eigentümerin“, sagt ein langjähriger Mechaniker, der sein Glück noch nicht ganz fassen kann.

Mobivia hatte zwar bereits im September eine Absichtserklärung über den Verkauf unterzeichnet, war aber zunächst nicht bereit, Mietverträge für knapp die Hälfte der Niederlassungen zu übernehmen. Laut Medienberichten musste ATU für diese Filialen bis zu 12 Euro Miete pro Quadratmeter zahlen statt marktüblicher vier Euro. Ende vergangener Woche konnte mit dem niederländischen Vermieter Lino eine Einigung über die Mieten erzielt werden. Hinter Lino stecken als Kreditgeber laut Angaben von ATU unter anderem die Deutsche Bank sowie Hedgefonds.

Die Miethöhe der Filialen galt als Schwachpunkt des Unternehmens. Mit dieser Einigung stand dem Verkauf von ATU an Mobivia nichts mehr im Weg, eine drohende Insolvenz war damit abgewendet - nur wenige Stunden vor Ablauf der Frist. „Es geht nun wieder bergauf“, sagt Fengenwisch sichtlich erleichtert. ATU führt in der Region weitere Filialen in Northeim, Duderstadt und Hann. Münden.

Geschichte von ATU

1985 von Peter Unger gegründet, beschäftigt ATU heute rund 10000 Mitarbeiter und betreibt  577 Werkstätten in Deutschland, 25 in Österreich und sechs in der Schweiz. Nach vielen Eigentümerwechseln gehörte ATU einer Investorengruppe um den Hedgefonds Centerbridge. Für das Geschäftsjahr 2016/17 hatte ATU einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro angepeilt. Die französische Werkstattkette Mobivia erwirtschaftet mit rund 11000 Mitarbeiter 1,76 Milliarden Euro Umsatz.

von Bernard Marks

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