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00:31 19.05.2018
„Digitalisierung managen“: Rudolph, Witter-Wirsam, Hoff und Bebek (v. l.) von der IHK wollen Unternehmen unterstützen. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

„Digitalisierung managen“ heißt das neue Angebot, das im Juni starten soll. Geplant sind vier Tagesseminare zu den Themen „Anforderungen der Digitalisierung in den Bereichen Arbeit und Organisation“, „IT-Sicherheit“, „Rechtssicher in die digitale Zukunft – Verantwortung von Geschäftsführung/Management“ und „Arbeit und Daten in der Digitalisierung – Gestaltungsmöglichkeiten und Clouds/Social Media“. Die Seminare sollen Unternehmen außer allgemeinen Informationen „konkrete Instrumente“ für die Ermittlung des eigenen Handlungsbedarfes und zur Entwicklung eigener Strategien vermitteln.

„Mehr als nur neue Technologien“

„Bei der Digitalisierung geht es um weit mehr als nur um die Einführung neuer Technologien“, sagte die Vizepräsidentin der IHK Hannover Birgitt Witter-Wirsam bei der Vorstellung des Programms am Mittwoch. Betriebe seien in der Praxis von Organisationsprozessen über IT-Sicherheit bis hin zu neuen gesetzlichen Vorschriften mit vielfältigen Themen konfrontiert, ergänzte IHK-Vizepräsident Martin Hoff.

Viele Betrieb, so Hoff, seien oft zu sehr in Tagesgeschäft eingebunden, um sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Damit würden Chancen, die Digitalisierung in den Betrieben bieten kann, oft verbaut. Der Bedarf an Digitalisierung sei da, würde in den Betrieben aber oft nicht erkannt. Mit einem Beratungsangebot direkt vor Ort sollen Unternehmern, Möglichkeit gegeben werden, sich zu informieren.

„Erstes Herantasten an die digitale Zukunft“

Zweiter Baustein des Angebots „Digitalisierung managen“ sind sogenannte Dialog-Beratungstage, ebenfalls von IHK und dem Kompetenzzentrum. Sie sollen „ein erstes Herantasten an die digitale Zukunft“ bieten, heißt es in einer Ankündigung. Beide Angebote sind für die Unternehmen kostenfrei. Die Schulungen finden in der IHK-Geschäftsstelle Göttingen statt.

„Diskussionen in den letzten Fachkräftekonferenzen Südniedersachsen und in den regionalen IHK-Gremien haben gezeigt, dass insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen noch Unsicherheit und großer Informationsbedarf besteht“, erläuterte Martin Rudolph, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Göttingen. Hier setze das gemeinsame Angebot der IHK und des Kompetenzzentrums an.

Beratung „absolut neutral“

Rund 27 000 Betriebe gibt es nach Rudolphs Angaben in den Landkreisen Göttingen und Northeim – „vom Ein-Mann-Betrieb bis Sartorius“. Für 4000 bis 5000 komme das neue Beratungsangebot in Frage, schätzte Rudolph. Er betonte, dass die Beratung „absolut neutral“ sei. Die Beratungen und Seminare werden kostenlos angeboten. Das Angebot sei branchenübergreifend. Bei den Seminaren ist die Teilnehmerzahl auf maximal 40 beschränkt. Sollte es mehr Interessenten geben als Plätze, werden IHK und Kompetenzzentrum sich um weitere Termine bemühen, so Rodolph.

Niveau in den Betrieben sehr unterschiedlich

Die IHK arbeite mit dem Kompetenzzentrum schon seit der Startphase eng zusammen, erläuterte Christian Bebek, Leiter der IHK-Industrieabteilung. Das dort gebündelte Wissen ergänze sich „perfekt“ mit dem unmittelbaren Zugang der IHK zu den Unternehmen. „In einer neuen Stufe dieser Zusammenarbeit kommen wir jetzt mit dem neuen Programm für Südniedersachsen noch intensiver mit den Unternehmen in Kontakt“, sagte Bebek. Seiner Einschätzung nach ist das Niveau in den Betrieben in Sachen Digitalisierung „sehr unterschiedlich“. Der Grad der Digitalisierung habe nichts mit der Größe des Unternehmen zu tun.

Bundesweit 23 Kompetenzzentren

Gerold Kuiper, Sprecher des Kompetenzzentrums, begrüßte die Zusammenarbeit mit der IHK: „Genau diese Sensibilisierung, Unterstützung und Wissensvermittlung ist Aufgabe der deutschlandweit 23 Kompetenzzentren im Rahmen der Förderinitiative ,Mittelstand 4.0’ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.“

Termine, Informationen und Anmeldemöglichkeit zu „Digitalisierung managen“ gibt es im Internet auf der Seite hannover.ihk.de/veranstaltungen.

Von Michael Brakemeier

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