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Regional EAM erzielt Jahresüberschuss von 55 Millionen Euro
Nachrichten Wirtschaft Regional EAM erzielt Jahresüberschuss von 55 Millionen Euro
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16:55 17.08.2018
Thomas Weber (l.) und Georg von Meibom.. Quelle: R
Kassel

Die regionale Bedeutung des Unternehmens, das früher Eon Mitte hieß und seit Dezember 2013 zu 100 Prozent in kommunaler Hand ist, betonte Geschäftsführer Georg von Meibom bei der Präsentation der Zahlen. 252 Mio. Euro seien 2017 in die Region geflossen. 109 Mio. Euro habe das Unternehmen seinen 1220 Mitarbeitern, darunter 71 Auszubildende, an Löhnen und Gehältern gezahlt. Das Ergebnis von 55 Mio. Euro sei unter den kommunalen Gesellschaftern verteilt worden. Aufträge im Wert von 41 Mio. Euro habe die EAM an heimische Firmen erteilt. Außerdem seien 37 Mio. Euro Konzessionsabgaben für das Strom- und Gasnetz sowie zehn Mio. Euro Steuern, vor allem Gewerbesteuer, geflossen.

31000 neue Kunden in 2017 gewonnen

2017, so Meibom, seien mehr als 31 000 Kunden zur EAM gewechselt. Das Unternehmen habe nun mehr als 80  000 Kunden. In diesem Jahr seien allein im Mai weitere 5000 Kunden dazugekommen. Die EAM, so Meibom, wolle ihre regionale Präsenz durch Eröffnung weiterer Servicebüro erhöhen. In Südniedersachsen gebe es solche Büros bisher in Hardegsen und Rosdorf.

Wintersturm Friederike

Geschäftsführer Thomas Weber machte darauf aufmerksam, dass die statistischen Ausfallzeiten unter zehn Minuten pro Jahr und Netzkunde liegen. Im Bundesdurchschnitt seien es 12,7 Minuten. Er nannte ein Beispiel. Beim schweren Wintersturm Friederike im Januar 2018 habe es „erhebliche Schäden im vorgelagerten Hochspannungsnetz der Avacon“ gegeben. Die EAM habe durch Umschalt- und Umbauarbeiten in ihrem überregionalen Mittelspannungsnetz aushelfen und längere Stromunterbrechungen verhindern können. Dabei habe geholfen, dass 95 Prozent des EAM-Niederspannungsnetzes und mehr als 80 Prozent des Mittelspannungsnetzes auf Erdkabel umgestellt seien. Dort gebe es weniger Störungen als bei Freileitungen. Von den 61 Mio. Euro, die die EAM 2017 investiert habe, sei „der Großteil“ für eigene Anlagen zur Strom- und Gasversorgung verwendet worden.

Regionale Energiewende

Weber sprach die Rolle des EAM-Netzes bei der regionalen Energiewende an. 2017 habe das Unternehmen einen Zubau von 1 400 dezentralen Stromerzeugungsanlagen verzeichnet. Mehr als 42 500 Anlagen, die über das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert würden, seien aktuell an das EAM-Netz angeschlossen. Die EAM produziere zudem selbst regenerativen Strom und erzeuge Biogas.

Sieben neue Schnellladesäulen für Elektroautos

Bis Ende 2018 wolle die EAM mit Fördergeldern des Bundes weitere sieben Elektorauto-Schnellladesäulen an zentralen Verkehrspunkten, darunter in Göttingen, aufstellen, kündigte Weber an. Am Jahresende werde die EAM-Gruppe dann 57 Ladesäulen verfügen, darunter 14 Schnellladesäulen. An letzteren lasse sich eine Batterie innerhalb von 20 Minuten bis zu 80 Prozent ihrer Kapazität aufladen.

Von Michael Caspar

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