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Regional EAM zieht positive Jahresbilanz 2014
Nachrichten Wirtschaft Regional EAM zieht positive Jahresbilanz 2014
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18:34 21.05.2015
Die EAM-Geschäftsführer Thomas Weber (links) und Georg von Meibom präsentieren den neuen Geschäftsbericht des Energieversorgers. Quelle: EF
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Kassel

Das Unternehmen erwirtschaftete mit rund 1220 Beschäftigten (darunter 79 Auszubildende, was einer Quote von 6,5 Prozent entspricht) einen Umsatz von 884 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss betrug lediglich zwei Millionen Euro, wobei sich dieser geringe Betrag auf Sondereffekte zurückführen lasse, so von Meibom. Der eigentliche Gewinn betrage 30 Millionen Euro, womit die Eigentümer „zufrieden“ gewesen seien. Für 2015 sei ein ähnlicher Gewinn zu erwarten.

 
Die Zahl der Kunden beim noch im Aufbau befindlichen Vertrieb betrug rund 10000, wobei alle Sektoren vertreten gewesen seien: Privathaushalte, Kommunen sowie Groß-, Mittelstands- und Kleinunternehmen. Die derzeitige Zahl der Kunden wollte von Meibom nicht nennen, es sei aber ein „sehr zufriedenstellender“ Anstieg festzustellen.

 

35,3 Prozent gehören Kommunen

 
Die Höhe der Investitionen betrug 119 Millionen Euro: Unter anderem wurden zehn neue Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen, deren Gesamtzahl damit auf 51 stieg. Stolz sei das Unternehmen darauf, dass der durchschnittliche Stromausfall pro Kunde nur zehn Minuten betragen habe, im Bundesdurchschnitt sei es rund eine Viertelstunde gewesen. Besonderen Wert legte von Meibom auch auf die Feststellung, dass die EAM einen „wesentlichen Wertbeitrag“ für die Region geleistet habe. So seien 118 Millionen Euro an Gehältern gezahlt, 90 Millionen an die kommunalen Gesellschafter verteilt sowie Aufträge in Höhe von 64 Millionen an Firmen vergeben worden.

 
Nachdem die Stadt Göttingen und zwölf Landkreise im Dezember 2013 der EON die EON Mitte abkauften und in EAM umbenannten, befindet sich das Unternehmen mittlerweile nur noch zu 64,7 Prozent in ihrem Besitz - 35,3 Prozent wurden an insgesamt 109 Kommunen weiterverkauft. Von Meibom sagte, er sei optimistisch, dass noch weitere Kommunen Anteile erwerben werden. Der maximale Anteil an der EAM, den die Kommunen erwerben können, ist auf 49,9 Prozent begrenzt, so dass die Stadt Göttingen und die zwölf  Landkreise auf jeden Fall die Anteilsmehrheit halten werden.  Durch den Kauf von EAM-Anteilen würde eine Gemeinde ihre Kasse nicht von heute auf morgen zum Übersprudeln bringen, so von Meibom, „aber so ein Kauf bedeutet den Aufbau von langfristigem Vermögen.“ Dies geschehe zudem verhältnismäßig risikolos, weil die EAM ein eben solches Geschäft betreibe: „Andere Branchen sind mit viel schlimmeren Verwerfungen konfrontiert als wir.“ 

Von Hauke Rudolph

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