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Eisenmann stabilisiert Stromnetze

Innovationspreis Eisenmann stabilisiert Stromnetze

Für Spannungschwankungen im Netz sorgt die steigende Zahl an Photovoltaik- und Windkraftanlagen, die unregelmäßig Strom einspeisen. Ein System zur Stabilisierung hat die Bovender Firma Eisenmann Thermal Solutions entwickelt. Derzeit sucht sie Partner für Feldversuche.

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Bovenden. „Die Technische Universität Braunschweig und die RWTA Aachen testen unser Netz-Spannungs-Stabilisierungs-System (Nessy) bereits seit Ende 2015“, berichtet der zuständige Vizepäsident des Unternehmens, Andreas Möbus. Er leitet den Geschäftsbereich Elektrische Technologien. Nun will Eisenmann regionale Netzbetreiber für gemeinsame Projekte gewinnen.

„Die Probleme mit Spannungsschwankungen nehmen zu“

„Die Probleme mit Spannungsschwankungen nehmen zu“, sagt Möbus. Im Zuge der Energiewende werde sich die Leistung deutscher Windkraft- und Photovoltaikanlagen in den kommenden 15 Jahren verdoppeln oder gar verdreifachen. Vor allem im ländlichen Raum, wo große Einspeiser wenigen Verbrauchern gegenüber ständen, drohten voraussichtlich jedem vierten Netz Spannungsbandverletzungen.

„Der Gesetzgeber hat die Betreiber von Niederspannungsnetzen zur Sicherstellung verpflichtet, dass es keine Abweichungen von mehr als zehn Prozent von den vorgeschriebenen 400 Volt kommt“, führt Möbus aus. Größere Schwankungen nach oben erhöhten den Verschleiß angeschlossener Geräte. Ein Absacken der Spannung bringe IT-Systeme zum Absturz, lasse Produktionsanlagen ausfallen oder störe elektronische Steuerungen.

Stärkere Transformatoren

„Um das zu verhindern, schalten Netzbetreiber heute oft Einspeiser erneuerbarer Energien ab oder regeln sie herunter“, weiß Gunnar Ranft, der zuständige Produktmanager für Spannungsoptimierung. Für den Strom müssten die Betreiber trotzdem zahlen. Um das Problem in den Griff zu bekommen, könnten sie die Netze ausbauen, also mehr Kabel verlegen und stärkere Transformatoren einsetzen. Günstiger komme sie der Aufbau intelligenter Netze, bei denen die Eisenmann-Stabilisatoren zum Einsatz kämen.

Wachstum durch Nessy

Das neue Produkt, das unter dem alten Firmennamen Ruhstrat vermarktet wird, haben drei Mitarbeiter des Unternehmens gemeinsam mit dem Reyershausener Elektronik-Unternehmen Preusse entwickelt. Eisenmann verspricht sich von Nessy, mit dem es sich um den Innovationspreis bewarb, Wachstum. „In Deutschland gibt es 750000 Ortsnetztransformatoren, von denen zehn bis 20 Prozent in den nächsten zehn Jahren ausgewechselt werden müssen“, sagt Möbus. Auch in Südeuropa und in Südamerika, wo es ebenfalls dezentrale Strom-Einspeiser gebe, müssten Netzbetreiber auf die Herausforderungen reagieren. Eisenmann habe in diesem Bereich drei Mitbewerber.

Heute erwirtschaftet der Geschäftsbereich elektrische Technologien bei Eisenmann mit 40 Mitarbeitern sieben Mio. Euro Umsatz. Insgesamt beschäftigt das Göttinger Werk, zudem noch der Geschäftsbereich Industrieöfen gehört, 130 Mitarbeiter, die 18 Millionen Euro Euro Umsatz machen. 

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