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Regional „Es geht ums Feine“
Nachrichten Wirtschaft Regional „Es geht ums Feine“
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09:56 26.06.2018
Sechs Konditorinnen haben in den Räumen der Konditorei Cron & Lanz ihre Gesellenbriefe erhalten. Mit dabei: Lehrer der BBS III sowie Prüfer. Quelle: Hartwig
Göttingen

Sechs Lehrlinge im Konditoren-Handwerk haben ihre Gesellenbriefe überreicht bekommen. Nach anstrengender wie kreativer Ausbildungszeit können sich die frischgebackenen Konditorinnen über eine sichere Zukunft freuen: alle sechs haben bereits eine Anstellung in der Tasche.

„Wir gehen davon aus, dass die Motivation für den Beruf als Konditor bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz vorhanden ist“, sagte Thomas Hellmich, Teamleiter im Backhandwerk an der Berufsschule am Ritterplan (BBS III), in den Räumen der Göttinger Konditorei Cron & Lanz. In gewissem Sinne stelle man Luxusgüter her; die Erwartungen sowohl während der Ausbildung als auch später, seitens der Kunden, seien entsprechend hoch. „Unsere Auszubildenden haben eine gute Zukunft, wenn sie – mit dem Gesellenbrief in der Hand – etwas können, also Kreativität und Geschick haben.“ Hellmich: „Es geht ums Feine.“

Sechs neue Gesellinnen

Dass sie beim Herstellen anspruchsvoller Torten top sind, haben unter Beweis gestellt: Martina Kulle (Ausbildungsbetrieb: Hermann, Göttingen); Leona Ostendorf (Mangold, Bad Lauterberg); Rabea Schnitger und Sophie Wallner (Cron & Lanz, Göttingen) sowie Tabea Wichner und Kira Zeh (Thiele, Göttingen).

Asterix und Obelix in Süß

Die sechs jungen Frauen hatten in ihrer praktischen Prüfung die Aufgabe, eine Formtorte zum Thema Frankreich herzustellen. Diese konnte eine Form nach Belieben aufweisen und sollte entweder mit einem Zuckerteil, einem Marzipanteil oder mit Kuvertüre verziert sein. Dabei habe es der Schokoladenüberzug in sich, so Hellmich: die Schokolade muss, für ein gutes Aussehen, richtig temperiert verarbeitet werden. Ihre Wahlfreiheit hat die Prüfungsbeste Rabea Schnitger genutzt und eine Torte in der Form von Asterix und Obelix kreiert.

Bedarf an Konditoren hoch

„Wir haben jedes Jahr eine kleine und feine Ausbildungsgruppe“, sagt Hellmich und freut sich darüber. Dieses Mal seien drei Damen dabei, die mit der Ausbildung zur Konditorin eine zusätzliche zweite Lehre gemacht haben. Mittlerweile, fügt Hellmich an, könne der Bedarf an Konditoren allerdings nicht mehr gedeckt werden. „Wenn wir jedes Mal zwölf Gesellenbriefe überreichen könnten, wäre das gut.“

Von Markus Hartwig

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