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Finanzen, Fiskus, Fusionen und Fettleibigkeit

Jahresempfang der IHK Hannover Finanzen, Fiskus, Fusionen und Fettleibigkeit

Wirtschaftskrise, Gesundheitssystem, Steuern und Staatsdefizite, aber auch die Fusion von Landkreisen waren Themen beim Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer Hannover. Vizepräsident Joachim Tonollo begrüßte am Mittwochabend in der Stadthalle 450 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung.

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Traditioneller IHK-Empfang zum Jahresauftakt: 450 Gäste hören Vorträge und treffen sich anschließend zum Gespräch.

Quelle: Vetter

Seit November 2009 macht das Thema die Runde: Die Fusion von Landkreisen. Auch Joachim Tonollo brachte mögliche Zusammenschlüsse in Südniedersachsen zur Sprache, forderte jedoch mehr Daten und Fakten. „Die Neuordnung der Landkreisstrukturen in Südniedersachsen ist viel zu wichtig, als dass sie unter Zeitdruck und im Hauruck-Verfahren entschieden werden kann“, stellte der Göttinger Unternehmer, Präsident des Arbeitgeberverbandes und IHK-Vize klar. Warum sich die Debatte auf die Landkreises Holzminden und Northeim beschränke, wollte Tonollo wissen und welche Kosteneinsparungen ohne Dienstleistungsverluste zu erwarten seien? „Es sei höchste Zeit“, so Tonollos Votum für Veränderung, „die vorhandenen Stärken zu bündeln und gemeinsame Strategien für die Zukunft unserer Region zu entwickeln“. Die demographische Entwicklung sei alarmierend, die Region „in die Jahre gekommen“.

Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise für die Unternehmen in Niedersachsen thematisierte IHK-Präsident Hannes Rehm in seiner Rede. Verschlechterte Kreditkonditionen, über die im Sommer 2009 bereits jedes vierte niedersächsische Unternehmen geklagt habe, bereiten Rehm Sorge. „Wir müssen be- fürchten, dass ein verteuerter Zugang zu Krediten die weitere Erholung gefährden kann“, sagte er und begrüßte Bestrebungen der Bundesregierung, die Situation zu verbessern.
Wichtig sei, dass die Eigenkapitalanforderungen für die Kreditinstitute bis auf weiteres nicht angehoben würden, jeder Kreditwunsch durch die Bank ergebnisoffen und individuell geprüft und nicht allein eines schwachen Branchenratings wegen abgeurteilt werde. Für ein Firmenrating sollten nicht allein die Bilanzkennziffern der letzten drei, sondern der letzten fünf Jahre berücksichtigt werden.

Wie das deutsche Gesundheitssystem als angeschlagener Luxusliner zu einem fahrtüchtigen, flotten Segler werden kann, dafür machte Prof. Peter Schauder Vorschläge. Der Ernährungsmediziner der Universität Göttingen stellte vor, wie es gelingen könnte, die Zahl von 20 Millionen Kranken in Deutschland zu reduzieren und so das Gesundheitssystem zu entlasten.
Schauder machte am Beispiel von Rauchern und Diabetikern deutlich, welche Potenziale es gebe. Etwa neun von zehn Patienten erkrankten an einem Bronchialkarzinom wegen Rauchens. Etwa neun von zehn Patienten litten an Diabetes wegen Fehlernährung, Fettleibigkeit, Bewegungsmangel, Rauchen und Alkohol. Theoretisch, so der Wissenschaftler, ließe sich die Zahl der Typ-2-Diabetiker von heute sechs Millionen auf 600 000 senken.

Schauder stellte klar: „Der Systemwechsel im Gesundheitswesen ist eine medizinische und keine finanzielle Aufgabe.

Hanne-Dore Schumacher

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