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Regional Wirtschaftsförderung: CDU kritisiert Landkreis-Führung
Nachrichten Wirtschaft Regional Wirtschaftsförderung: CDU kritisiert Landkreis-Führung
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00:26 26.05.2018
Ein gutes Angebot an Arbeitsplätzen wie hier im Duderstädter Dental-Labor ist einer der Faktoren des „Focus“-Rankings. Die Region als Ganzes schneidet hier allerdings eher schlecht ab. Quelle: Victoria Lueder
Göttingen

„Gegen den Deutschland-Trend“, erklärt der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Harald Noack, „fällt der fusionierte große Landkreis Göttingen im Deutschland-Ranking signifikant zurück. Wo bleibt die von Landrat Bernhard Reuter versprochene Fusionsrendite?“. Noack kritisiert ein Fehlen von „Aktivitäten der Mehrheitsgruppe von SPD, GRÜNE und Freien Wählern wie auch von Reuter“. Die CDU-Fraktion im Kreistag habe von Beginn an vor Risiken der Fusion gewarnt und sehe sich durch das Deutschland-Ranking „leider bestätigt: In den zentralen Bereichen für Wohlstand fällt der Landkreis ab. ob bei Firmengründungen (Platz 287) oder Produktivität und Standortkosten (Platz 309), die Stärken Göttingens werden weiter aufgeweicht.“

„WRG weiter ausbauen“

Die CDU-Fraktion fordert, „ein wirtschaftliches Klima des Aufbruchs verstärkt zu fördern, um nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten“. Mit der Gesellschaft Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH (WRG) besäßen der Landkreis, seine Städte und Gemeinden den geeigneten Hebel, meint Noack: „Jetzt erst recht gilt es, die WRG weiter auszubauen und Bestandspflege und Neuansiedlungen zu verstärken.“

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises dürfe sich nicht auf dem Erfolg des Innovationspreises und den Bemühungen um den Breitbandausbau für den Internetzugang ausruhen, die geforderten Aufgaben könne der „derzeit eher überschaubare Bestand an Mitarbeitern“ nicht bewältigen. Noack: „Die von der CDU geforderte und unterstützte Förderung von Sport, Wissenschaft, Kultur, Infrastruktur und sozialen Aufgaben lässt sich auf Sicht nur durch eine im Wettbewerb mit den anderen Landkreisen und Regionen gesteigerte Wirtschaftsleistung aufrechterhalten bei gleichzeitiger Beibehaltung der Lebensqualität in unserem Landkreis.“

Landkreis und WRG: Rankings problematisch

Die Göttinger Kreisverwaltung bezweifelt die Aussagekraft der „Focus“-Rangliste: „Es gibt eine Vielzahl von Regionalrankings unterschiedlicher Inhalte, Validität, Relevanz und Seriosität“, erklärt die Kreisverwaltung. „Die Ergebnisse sind stark abweichend, teils widersprüchlich. Vergleiche zu vorangegangenen Zeiträumen sind für den neuen Landkreis zudem kaum möglich. Deshalb kommentiert die Kreisverwaltung solche Rankings grundsätzlich nicht.“

Ähnlich äußert sich die von Noack ins Feld geführte Wirtschaftsförderungsgesellschaft WRG. „Den heutigen Landkreis Göttingen mit dem Altkreis Göttingen zu vergleichen, macht keinen Sinn“, erklärt WRG-Sprecher Gregor Motzer. „Bei mir persönlich kommen erhebliche Zweifel auf an der Ernsthaftigkeit sowohl des Rankings als auch an der Position der CDU dazu.“ Wie der Landkreis werde auch die WRG das Focus-Ranking nicht kommentieren.

Von Matthias Heinzel

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