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Regional GdA-Wohnstift lässt Bewohner über Betreuungsintensität entscheiden
Nachrichten Wirtschaft Regional GdA-Wohnstift lässt Bewohner über Betreuungsintensität entscheiden
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00:33 16.03.2015
Bewohner Karin Schramme und Paul Mengelkoch mit Klaus Brandl. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

„Wer heute 75 Jahre alt ist, wünscht noch keine Rundum-Versorgung, wie wir sie seit 40 Jahren allen unseren Bewohnern pauschal als Teil des Mietvertrags anbieten“, sagt Till Duchatsch (40) vom Göttinger GdA-Wohnstift. Um sich den veränderten Wünschen anzupassen, räumt das Stift neuen Bewohnern seit Oktober 2013 Wahlmöglichkeiten ein. Seither können Mieter auf das Mittagessen, Kultur- und Freizeitangebote oder die Zimmerreinigung verzichten. Aktivwohnen nennt sich das Programm, mit dem sich die Einrichtung um den Innovationspreis beworben.

„45 unserer 550 Wohnungen haben wir mittlerweile an aktive Senioren vermietet“, sagt Duchatsch. Ihr Durchnittsalter liegt mit 80 Jahren um fünf Jahre unter dem der übrigen Bewohner. Die neuen Mieter können später, wenn die Kräfte nachlassen, zusätzliche Leistungen dazu buchen und am Ende die Rundum-Versorgung wählen. Göttingen ist der erste der elf GdA-Standorte, der Aktivwohnen anbietet.

„Uns geht mit dem neuen Programm erst einmal Umsatz verloren“, sagt Duchatsch. Das Stift müsse nun bei den Bewohnern mehr für die eigenen Service-Leistungen werben. Das Stift öffne sich nach außen, um dort Kunden zu finden. „Wir entwickeln aber für die neue Gruppe zusätzliche Angebote etwa im Sportbereich, die auch von den Hotelgästen in unserem Haus in Anspruch genommen werden“, so Duchatsch.

Das GdA-Wohnstift, das von Direktor Klaus Brandl (57) geleitet wird, beschäftigt 300 Mitarbeiter. Es hat zum dritten Mal am Innovationspreis teilgenommen.

Von Michael Caspar

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