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Gedenken an den Göttinger Pionier der Kunstgeschichte

Göttingen Gedenken an den Göttinger Pionier der Kunstgeschichte

Am Gebäude Obere Maschstraße 7 wurde am Montag zu Ehren des ersten deutschen Kunsthistorikers Johann Dominicus Fiorillo eine Gedenktafel angebracht.

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Kunsthistoriker Prof. Thomas Noll, Hausbesitzer Dietmarth Kurt und Kulturdezernentin Petra Broistedt.

Quelle: Marks

Göttingen. Prof. Thomas Noll vom Kunstgeschichtlichen Seminar der Georg-August-Universität Göttingen hielt die Laudatio. Anschließend einhüllte er zusammen mit der Göttinger Dezernentin für Kultur und Soziales, Stadträtin Petra Broistedt, und dem Hausbesitzer Dietmarth Kurt die Gedenktafel.

Johann Dominik Fiorillo (1748-1821) war ein deutscher Maler und Kunsthistoriker. Geboren als Sohn einer neapolitanischen Künstlerfamilie in Hamburg siedelte der Historienmaler 1781 nach Göttingen um und immatrikulierte sich für das Fach „Mathesis“ und finanzierte seinen Lebensunterhalt als Zeichenlehrer. Mit Genehmigung der Universität Göttingen konnte er später eine „Zeichnungsakademie“ einrichten, um das Studium der bildenden Künste zu befördern. Im Jahre 1784 wurde er zum Aufseher der universitären Kupferstichsammlung ernannt, 1796 zum Leiter der Gemäldesammlung. 1799 wurde er Professor für Philosophie an der Georg-August-Universität.

Fiorillo war ein Freund Christian Gottlob Heynes und Gottfried August Bürgers und stand in Verbindung mit allen wichtigen Protagonisten dieser Epoche an der Göttinger Universität. „Er gilt als Begründer der Kunstgeschichte als Hochschulfach in Deutschland“, erläuterte Noll Fiorillos historische Bedeutung. Denn in der Folge habe sich das Fach Kunstgeschichte an den Universitäten etabliert.

„Fiorillo ist der einzige Dozent der Georg-August Universität, der eine Professur erhielt, ohne jemals ein Studium absolviert zu haben“, sagte Broistedt. Sie dankte dem Antragssteller Thomas Appel für seinen Vorschlag sowie den Hausbesitzern Helga und Dietmarth Kurt. „Ich habe es nicht gewusst, das der berühmte Kunsthistoriker in diesem Haus gelebt hat“, sagte Kurt, der in dem Haus an der Oberen Maschstraße geboren wurde. Was ihm Freude bereitet habe, sei, dass sein Vater ebenso Italiener war wie der Vater von Johann Dominicus Fiorillo, dessen Gedenktafel nun sein Haus ziert.

Von Bernard Marks

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