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Regional „Die Zinsen werden steigen“
Nachrichten Wirtschaft Regional „Die Zinsen werden steigen“
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00:17 07.05.2017
Quelle: Wenzel
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Die Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fritz im Dialog“ war auch dieses Mal prominent besetzt. Mit Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, hatte sich ein hochkarätiger Gast angekündigt. Doch auch die übrigen Gesprächsteilnehmer waren vielversprechend.

Mit von der Partie: Dr. Klaus Wiener, Chefvolkswirt des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, Prof. Dr. Klaus-Peter Naumann, Vorstandssprecher des Instituts der Wirtschaftsprüfer, und Prof. Dr. Robert Schwager, Professor für Finanzwirtschaft an der Georg-August-Universität Göttingen. Thema des Abends: „Welche Folgen hat die Niedrigzinspolitik für Wirtschaft und Verbraucher?“

„300 Millionen Euro pro Stunde pumpt die EZB in die Finanzmärkte. Viele öffentliche Haushalte und zahlreiche, kaum mehr lebensfähige Banken haben sich an die Droge der niedrigen Zinsen gewöhnt“, betonte Georg Fahrenschon. Dadurch bleibe die europäische Schuldenkrise allerdings in ihrem Kern ungelöst. Dies mache es wiederum der EZB schwer, die Leitzinsen schnell anzuheben.

Die historisch niedrigen Zinsen treffen allerdings die Sparer hart. „Sparen wird heute nicht mehr belohnt, sondern das Schuldenmachen“, sagte Fahrenschon. Das berge gesellschaftlichen Zündstoff.

Einig waren sich alle Experten der Runde an diesem Abend, dass diese Situation nicht von langer Dauer bleiben dürfe. Insbesondere Klaus Wiener machte Mut: „Wir können davon ausgehen, dass wir den Tiefpunkt der Zinsen gesehen haben.“ Klaus-Peter Naumann betonte, dass ein Anstieg der Zinsen gemächlich erfolgen sollte, um die Folgen abzumildern. Der Göttinger Professor Robert Schwager bremste aber die Euphorie. „Man sollte von einer langsamen Anhebung der Zinsen ausgehen.“

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