Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional 30 Mitarbeiter erhalten ihre Kündigung
Nachrichten Wirtschaft Regional 30 Mitarbeiter erhalten ihre Kündigung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 19.12.2016
Inhaber und Geschäftsführer des Göttinger Fahrdienstes Markus Kaczmarek Quelle: Harald Wenzel
Anzeige
Göttingen

Das neue Jahr beginnt für einige Mitarbeiter des Göttinger Fahrdienstes mit einem Paukenschlag. „Seit 40 Jahren fahren wir für die Göttinger Werkstätten und das Christophorushaus. Beide Aufträge werden im nächsten Jahr wegfallen“, klagt Markus Kaczmarek. Nach einem Ausschreibungsverfahren gingen beide Aufträge an die Firma Rizor mit Hauptsitz in Hildesheim und weiterem Standort in Nesselröden. „Tatsache ist, dass wir den Fahrdienst zum neuen Jahr neu ausschreiben mussten“, erklärt Christian Lutze, kaufmännischer Leiter des Christophorushauses Göttingen. Die Fahrten für Menschen mit besonderem Hilfebedarf werden vom Land Niedersachsen finanziert. „Der Betrag, der uns dafür zur Verfügung stand, war nicht mehr ausreichend, um die aktuellen Kosten zu decken. Wir mussten also reagieren“, argumentiert Lutze.

Einige Mitarbeiter zum 31. Dezember gekündigt

Der Fahrdienst gehört wegen seiner 40-jährigen Geschichte zu den etablierten Firmen in Göttingen. Der Fuhrpark ist nicht klein. Fünf Reisebusse, zwölf Linienbusse und 40 Kleinbusse stehen zur Verfügung. „Der Unterhalt der Fahrzeug geht ins Geld“, sagt Kaczmarek. Weil die Aufträge im Jahr 2017 jetzt fehlen, geht es seinem Betrieb ans Eingemachte. Kaczmarek muss auf die Kostenbremse treten und 30 seiner Mitarbeiter entlassen. „Die ersten werden bereits zum 31. Dezember gehen“, berichtet Kaczmarek. Andere, zum Teil langjährige Mitarbeiter haben längere Kündigungsfristen.

Grund für seinen Ärger ist das Vorgehen der Göttinger Werkstätten und des Christophorushauses. Die Vergabe der Fahraufträge ist seiner Auffassung nach intransparent und nicht nachvollziehbar. Es fehle die Begründung. „Am Preis lag es nicht“, so Kaczmarek. Nach einer erfolglosen Beschwerde bei der Vergabekammer in Lüneburg hatte er auch am Amtsgericht Celle keinen Erfolg. Jetzt soll der Europäische Gerichtshof entscheiden.

Eine Stellungnahme der Göttinger Werkstätten war gestern nicht zu bekommen. Aus informierten Kreisen war aber zu erfahren, dass Kaczmarek den Vertrag mit den Göttinger Werkstätten von sich aus kündigte, um Preiserhöhungen auszuhandeln. Dies ging schief. Die Aufträge wurden ausgeschrieben, der Fahrdienst hatte das Nachsehen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Regional Jobcenter-Tagung in Göttingen - „Jede Akte hat ein Gesicht“

Wie geht man mit der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen um? Das ist eine der zentralen Fragen einer zweitätigen Klausurtagung gewesen, zu der sich alle 16 niedersächsischen Kommunen mit Jobcentern, die sogenannten Optionskommunen, in Göttingen trafen.

19.12.2016

Perspektiven aufzeigen, Netzwerke bilden - an einem neuntägigen Seminar in der Heimvolkshochschule Mariaspring in Bovenden nahmen 16 Flüchtlinge teil, die insbesondere über berufliche Perspektiven in Umweltberufen informiert wurden. Und denen ein Mentoren-Netzwerk mitgegeben wurde.

18.12.2016
Regional Hauptversammlung der KWS Saat SE - 50 Millionen Euro für den Standort

Gut besucht war die Hauptversammlung der KWS Saat SE. Rund 700 Aktionäre des Pflanzenzüchtungs- und Saatgut-Unternehmens fanden am Donnerstag den Weg nach Einbeck. Gemeinsam blickte man auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

18.12.2016
Anzeige