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17:33 26.01.2018
Mageba-Geschäftsführer Stefan Adam erhält von Andrea Nahles und Liz Mohn die Urkunde des Audits „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“. Quelle: Foto:
Göttingen

„Seit die Mageba 2014 die Sollinger Hütte übernommen und das Werk von Uslar nach Göttingen verlagert hat, gab es bei uns immer wieder Reibereien“, berichtet der Göttinger Geschäftsführer Stefan Adam. Schnittstellen seien bei dem Spezialisten für Dehnungsfugen an Brücken nicht optimal aufeinander abgestimmt gewesen, Informationen schlecht geflossen.

Zu Beginn des Audits, das eine externe Beraterin anderthalb Jahre lang betreut hat, wurden die Mitarbeiter anonym befragt. Offen hätten sie Unzufriedenheit geäußert, sagt der Geschäftsführer und bekennt: „Sich den Spiegel vorhalten zu lassen, ist nicht angenehm.“ Im Anschluss seien Aufgaben benannt und dann von sieben Arbeitsgruppen erledigt worden.

Einheitliche Regelungen

„Ein wichtiger Punkt war die Harmonisierung der Arbeitsverträge“, berichtet Adam. Da habe es große Unterschiede gegeben. Nun seien die Regelungen, etwa zu Urlaubstagen, einheitlich. Gleichzeitig habe Mageba Bonuszahlungen eingeführt. Die vier Abteilungen des Göttinger Werks setzten sich Ziele, an denen sie gemessen würden.

„Um die Kommunikation zu verbessern gibt es nun regelmäßig Treffen der Abteilungsleiter und der Abteilungen“, führt Adam aus. Vierteljährlich informiere die Geschäftsführung die Mitarbeiter über Neuerungen und die Geschäftszahlen. „Eine Krankenkasse hat alle Arbeitsplätze unter Gesundheitsaspekten untersucht“, sagt der Geschäftsführer. „Leibesübungen“ zum Dehnen und Strecken würden angeboten. Mitarbeiter bekämen frisches Obst und Gemüse.

„Wir haben uns mit Teambildung befasst“, führt Adam aus. Zum Hintergrund: 90 Mitarbeiter habe die Sollinger Hütte 2014 gehabt. Mittlerweile sei die Zahl der Beschäftigten auf 64 Personen gesunken. Davon sei die Hälfte neu im Unternehmen. Von ihnen wiederum komme ein Großteil aus dem Obereichsfeld. Eine Zahl ehemaliger „Hüttjer“, wie man sie in Uslar genannt habe, sei in Ruhestand gegangen, andere fortgezogen.

„Um die Führung zu verbessern, führen wir jetzt jährlich mit jedem Mitarbeiter ein Gespräch, wo auch Fortbildungsziele festgelegt werden“, sagt Adam. Eine Herausforderung sei der mit acht Büromitarbeiterinnen niedrige Frauenanteil im Unternehmen. Das habe mit dem harten Job der Monteure und den wenigen Ingenieurinnen am Markt zu tun.

Von Michael Caspar

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